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Laternen in Duderstadt werden erneuert

Es werde LED Laternen in Duderstadt werden erneuert

Ein wenig sieht es so aus, als sei ein Sprayer in der Stadt unterwegs gewesen, dessen Markenzeichen ein rotes „X“ ist. Aber weder handelt es sich bei den Markierungen an Straßenlaternen im Stadtgebiet um Graffiti-Kunst, noch sind sie illegal angebracht worden.

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Mit rotem „X“ gekennzeichnet: eine der alten Laternen.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die roten Markierungen kennzeichnen die Laternen, deren Leuchtmittel demnächst ausgetauscht werden sollen. „Die Stadt Duderstadt beteiligt sich aktiv an der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung mit dem Ziel, erheblich Energie einzusparen und somit die Treibhausgasemissionen zu senken“, erläutert Ulrich Werner von der Stadtverwaltung. In den kommenden Monaten sollen rund 1600 der im Stadtgebiet verteilten 3600 Straßenlaternen erneuert werden. Knapp die Hälfte der Lichtpunkte hätte einen „unvertretbar hohen Energieverbrauch“ und müsste energetisch modernisiert werden, begründet Werner.

Hierbei komme LED-Technik zum Einsatz. Bei den meisten Laternen werde der Leuchtkopf ausgetauscht. Rund ein Viertel der Straßenlaternen aber werde vollständig, samt Mast, erneuert, erläutert Werner. Eben diese tragen die roten Markierungen. „Diese Masten sind übrigens nicht akut einsturzgefährdet, sondern wären in den nächsten Jahren auszutauschen“, sagt Werner.

Die Modernisierungsmaßnahme werde die Stadt rund 1,1 Millionen Euro kosten. Allerdings erhofft sich die Verwaltung zugleich Einsparungen von 80 000 Euro im Jahr. So jedenfalls laute die Prognose für die Energieeinsparungen und den Unterhaltungsaufwand.

Keine gefährlichen Dunkelzonen mehr

„Die Reduzierung des Stromverbrauchs von rund 310 000 Kilowattstunden entspricht der Menge an Strom, die rund 90 Durchschnittshaushalte pro Jahr benötigen“, verdeutlicht Werner die Größenordnung. „Der Vorteil der neuen Beleuchtung ist nebenbei nicht nur der Beitrag zur Energie- und Kosteneinsparung, sondern auch zum Komfort und zur Sicherheit“, verspricht Werner. Denn bisher sei es in den Nebenstraßen ab 22 Uhr üblich, jede zweite Lampe auszuschalten – schlicht, weil es keine Möglichkeit gebe, sie zu dimmen und es bei voller Leistung taghell wäre. „Bei den neuen, modernen Leuchtmitteln ist die Leistung aber regelbar.“

Demnächst also gebe es eine Nachtbeleuchtung: Jede Straßenlaterne gebe Licht ab, allerdings in gedimmter Form. „Es entstehen somit keine gefährlichen Dunkelzonen mehr, sondern nur ein in der Gesamtheit verringertes Beleuchtungsniveau“, erklärt Werner. Zudem lasse sich nicht nur die Intensität herunter regulieren, sondern auch der Lichtkegel anpassen: „Die neuen Leuchten scheinen zielgerecht auf die Straßen und Wege und nicht mehr rundum auf die Flächen der Privatgrundstücke beziehungsweise in die Schlafzimmerfenster.“

Mit den Arbeiten soll Mitte November begonnen werden. Bis zum nächsten Sommer soll die LED-Technik in allen vorgesehenen Bereichen der Kernstadt sowie der Ortsteile abgeschlossen sein. Damit setzt die Stadt ihren in den vergangenen Jahren begonnenen Kurs fort. 2009 und 2010 sind bereits 584 Straßenleuchten energetisch erneuert worden, wie Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ergänzt.

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