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Lautstärkebeschränkung als Auflage

„Freundeskreis“ will erneut durch Duderstadt ziehen Lautstärkebeschränkung als Auflage

Das Katz-und-Maus Spiel des rechtsextremen „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ mit den lokalen Bündnissen gegen Rechts geht weiter. Am Sonnabend, 12. November, will der „Freundeskreis“ erneut Duderstadt ansteuern.

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Unter dem Motto „Schluss mit Behördenwillkür - Versammlungsfreiheit schützen“ hat der „Freundeskreis“ für den Zeitraum von 11 bis 20 Uhr in Duderstadt einen Demonstrationszug angemeldet.

Quelle: CH

Duderstadt. Unter dem Motto „Schluss mit Behördenwillkür - Versammlungsfreiheit schützen“ hat der „Freundeskreis“ für den Zeitraum von 11 bis 20 Uhr in Duderstadt einen Demonstrationszug angemeldet, weil die Polizei am 22. Oktober eine Blockade von Gegendemonstranten nicht verhindert habe. Parallel dazu hat Jens Wilke (NPD) für den „Freundeskreis“ am Sonnabend ab 11 Uhr in Göttingen eine Kundgebung an der Stadthalle angezeigt.

„Die Polizei wird mit starken Kräften vor Ort sein - sowohl in Göttingen als auch in Duderstadt“, sagt Otto Moneke. Der Duderstädter Polizeichef bestätigt, dass der „Freundeskreis“ in Duderstadt eine „sich fortbewegende Versammlung“ angemeldet habe - mit Zwischenkundgebungen am Rathaus und am Stadthaus. Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es als Auflage eine Lautstärkebeschränkung bis 85 Dezibel.

Was tatsächlich zu welchem Zeitpunkt geschieht, ist noch nicht absehbar. „Wir werden aus der Situation heraus kurzfristig entscheiden, wie wir vorgehen“, sagt Moneke. Der Bauhof der Stadt ist darauf vorbereitet, ab 11 Uhr einen Teil des Parkplatzes Westertor zu sperren. Von dort aus ist der „Freundeskreis“ auch am 22. Oktober gestartet.

Ursprünglich wollte auch das „Bündnis gegen Rechts - Duderstadt bleibt bunt“ am Rathaus präsent sein, muss aber auf Plätze vor der Unterkirche und der Oberkirche ausweichen. Bündnissprecher üben scharfe Kritik an der Genehmigung für den „Freundeskreis“ von 11 bis 20 Uhr und Einschränkungen für die Gegenkundgebungen.

Das Duderstädter Bündnis hat bei der Stadtverwaltung bis zum 18. Dezember jeweils sonnabends und sonntags von 11 bis 20 Uhr Kundgebungen unter verschiedenen Mottos angemeldet - sowohl am Rathaus als auch am Obertorteich und am Westerturm. Damit wolle man als Erstanmelder verhindern, dass es dort zu weiteren Aufmärschen des „Freundeskreises“ komme, sagt Bündnissprecherin Jenny Ahlbrecht.

Bündnis will sich weder Appetit noch Laune vermiesen lassen

Das Bündnis gegen Rechts "Duderstadt bleibt bunt"  will gegen den für Sonnabend geplanten "Stadtspaziergang" des "Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen" protestieren. Außer einer "Gartenzwerg-Aktion" soll es ein herbstliches Picknick an der Unterkirche geben. 

"Wir wollen die Demo der Nazis in Duderstadt nicht unkommentiert lassen", teilte das Bündnis mit. Geplant sei, den Demoweg des "Freundeskreises" so zu gestalten, "dass den Nazis die Laune vergeht". So sollen außer Transparenten und Plakaten auch Gartenzwerge entlang der Kundgebungsstrecke zu sehen sein. Damit nehmen die Bündnis-Unterstützer eine Aktion aus dem Februar wieder auf, bei der ein Marunde-Comic versteigert wurde. 

Außerdem kündigen die Veranstalter ein "Kaltes Buffet" vor dem Portal der St.-Servatius-Kirche an. Beginn sei am Sonnabend, 12. November, um 11 Uhr. "Nicht nur wegen der politischen Verhältnisse in der Welt, auch wegen des Wetters sollten wir uns an dem Tag warm anziehen", raten die Organisatoren. Sie weisen darauf hin, dass musikalische Beiträge erwünscht seien. "Zeigen wir deutlich, dass wir uns weder den Appetit noch unsere Laune durch dieses krude Grüppchen vermiesen lassen", rufen die Sprecher des Bündnisses zur Beteiligung an der Demo auf. ne

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