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Lebendige Stadt Duderstadt verteilt offenen Brief an Geschäftsleute

Aufruf zum Dialog Lebendige Stadt Duderstadt verteilt offenen Brief an Geschäftsleute

In einem offenen Brief wenden sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt an die Geschäftsinhaber, Grundstücksbesitzer und Bewohner der Bereiche Marktstraße und Spiegelbrücke. In dem Schreiben regen sie einen gemeinsamen Dialog an, um „das Langzeitprojekt Lebendige Stadt Duderstadt umzusetzen.“

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Berechnete Verringerung des unberechtigten Verkehrs durch die Installation von Pollern.

Quelle: BI Lebendige Stadt Duderstadt l Grafik: ne

Duderstadt. Die Bürgerbefragung vor mehreren Jahren sowie die Unterschriftenaktion im Zusammenhang mit dem Vorschlag zur Teilöffnung der Fußgängerzone hätten gezeigt, dass der Wunsch nach dem Erhalt der Fußgängerzone weiter bestehe.

Nun sei es an der Zeit zu handeln: „Attraktivität durch Multifunktionalität“ laute das Stichwort. Gemeint sei damit ein Konzept, das auf die Stadt und die individuellen Bedürfnisse ihrer Bevölkerung zugeschnitten sei – und diese mit einbeziehe. „Ein Besuch der Innenstadt muss ein Erlebnis für alle Sinne sein“, fordern die Sprecher der Bürgerinitiative, Katja Neumann und Wilfried Dierkes.

Der „rein preisorientierten Einkaufswelt des Internets“ müsse ein „Einkaufserlebnis“ entgegengesetzt werden. Dazu gehöre, die Autos aus der Innenstadt zu verbannen, sofern deren Fahrer die Fußgängerzone als Abkürzung nutzten. Um dies zu verdeutlichen, haben sie dem Brief die Ergebnisse einer Verkehrszählung an einem Tag im November beigelegt.

Außerdem haben sie errechnet, wie sich Polleranlagen an drei verschiedenen Stellen im Stadtgebiet auf die Zahl unberechtigt fahrender Autos auswirken könnten. „Für eine einvernehmliche Regelung des gewerblichen Lieferverkehrs sind wir ebenso offen wie für die Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Bewohner“, schreiben die Mitglieder der BI.

Das Handeln der Politik sei gefordert: „Wir erwarten, dass der Fuß von der Bremse genommen wird“, heißt es. „Es kann nicht sein, dass mit immer neuen Gutachten notwendige Entscheidungen verschleppt werden. Moderne, leistungsfähige und nachhaltig funktionierende Demokratie ist mehr, als die Bürger nur über Wahlen zu beteiligen.“

Mit ihrem Brief wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative die Betroffenen ins Boot holen. „Duderstadt hat ein erhebliches Potenzial, städtebaulich genauso wie durch global tätige Akteure oder eine Bevölkerung, die über ihre große Zuneigung zu ihrer Stadt zu viel mehr Leistung im Bereich Gemeinsinn zu motivieren wäre“, glauben Dierkes und Neumann.

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©Richter