Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Sprühregen

Navigation:
Leicht gestiegene Unfallhäufigkeit

Unfallstatistik Leicht gestiegene Unfallhäufigkeit

Tragisch ist die Zahl von vier Todesopfern, die es im Jahr 2010 im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt zu beklagen gab – ein Mensch mehr als im Jahr zuvor.

Bei leicht gestiegener Unfallhäufigkeit ist die Anzahl schwer verletzter Personen gegenüber dem Vorjahr jedoch insgesamt zurückgegangen.Der Leiter des Polizeikommissariats Duderstadt, Erster Polizeihauptkommissar Otto Moneke, und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Polizeihauptkommissar Herman Niesen, stellten die Ergebnisse der Unfallstatistik vor. Demnach erhöhte sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in den Bereichen der Stadt Duderstadt sowie den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen von 1054 im Jahr 2009 auf 1115, was einem Anstieg von 5,79 Prozent entspricht.

Wichtigster Indikator aus polizeilicher Sicht sei die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden, erläuterten Moneke und Niesen. Hier sei ein Rückgang von 188 auf 160 (minus 14,89 Prozent) zu verzeichnen. „Unerfreulich ist, dass die Zahl der 2010 getöteten Verkehrsteilnehmer von drei auf vier anstieg“, bedauerten die Polizeibeamten. Die Zahl der Schwerverletzten habe sich von 47 auf 39 (minus 17 Prozent) und die der Leichtverletzten von 202 auf 170 (minus 16 Prozent) verringert.

Bei den Autofahrern beziehungsweise Insassen ist laut Statistik ein Rückgang von 176 auf 157 zu verzeichnen, was einem Minus von 10,8 Prozent entspricht. Bei den Mopedfahrern sank die Zahl von neun auf sieben Verletzte, bei den Kradfahrern von 20 auf zwölf und bei den Radfahrern von 32 auf 20. Gestiegen ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Fußgänger. 17 Personen waren es im Jahr 2010, zwei weniger im Jahr davor.

Im Jahr 2010 gab es weniger verletzte junge Fahrer. Die Gesamtzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Fahranfänger im Alter von 18 bis 24 Jahre verringerte sich gegenüber 2009 von 57 auf 47 Personen. Im Jahr 2010 wurde keine Person dieser Altersgruppe tödlich verletzt. Ein Mensch dieser Altersklasse kam 2009 ums Leben.

Bei den Kindern unter sechs Jahren ist die Zahl der Verletzten gleich geblieben. Es waren zwei. Bei Kindern unter 14 Jahren ging die Zahl von 21 auf 18 zurück. „Weil immer wieder festgestellt wird, dass viele Kinder in Fahrzeugen ohne Sicherung durch entsprechende Rückhalteeinrichtungen mitgenommen werden, wird die Polizei auch in diesem Jahr wieder vermehrt Gurt- und Kindersitzkontrollen durchführen“, kündigten Moneke und Niesen mit Hinweis auf die intensive Präventionsarbeit an.

Die Zahl der verletzten Fahrradfahrer ist im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt gegenüber dem Vorjahr von 32 auf 20 gesunken. Moneke und Niesen appellierten an alle Erwachsenen, beim Radfahren einen Helm zu tragen und somit Vorbild für Kinder und Jugendliche zu sein. Schließlich könnten nur mit Helm schwere Kopfverletzungen vermieden werden. Gesteigert werden konnte im Jahr 2010 die Aufklärungsquote bei den Verkehrsunfallfluchten, deren Gesamtzahl jedoch von 156 auf 165 anstieg.

Als Schwerpunkte polizeilicher Maßnahmen zur Senkung der Verkehrsunfälle und deren Folgen gaben Moneke und Niesen Geschwindigkeitskontrollen, Gurtkontrollen, Handykontrollen, Alkohol- und Drogenkrollen an. Auch altersgerechte Präventionsprojekte der Polizei, beispielsweise die Verkehrssicherheitswoche und die Schulwegsicherung, gehörten dazu.

Von Heinz Hobrecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter