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Leistungshüten soll Familienerlebnis werden

Sielmann-Stiftung Leistungshüten soll Familienerlebnis werden

Bei den Bezeichnungen Stumper, Gelbbacke, Tiger, Fuchs, Schwarzer, Strobel oder Westerwälder denken sicher nur wenige an Altdeutsche Hütehunde. Anlass für den außergewöhnlichen Besuch der seltenen Vierbeiner im Eichsfeld ist ein Hütehund-Wettbewerb auf Gut Herbigshagen.

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Unverzichtbar im Umgang mit eigenwilligen Schafen: Teamarbeit von Hütehund – hier ein Süddeutscher Schwarzer – und Schäfer.

Quelle: Zander

Die Heinz-Sielmann-Stiftung, die im Eichsfeld den Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen beim Aufbau eines Hüteschäfer-Projektes unterstützt, ist am Pfingstmontag, 1. Juni, von 9 bis 18 Uhr zum zweiten Mal Austragungsort eines Leistungshütens. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Landesgruppe Niedersachsen der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) und dem Landesschafzuchtverband Niedersachsen.

Bei Stumper, Gelbbacke, Tiger und Co. handelt es sich um verschiedene Ausprägungen der Altdeutschen Hütehund-rasse. Sechs Schäferinnen und Schäfer durchlaufen mit ihren Hunden verschiedene Prüfungen, in denen die Altdeutschen ihre Arbeitseigenschaften unter Beweis stellen. „Ein Leistungshüten ist ein Hütealltag im Kleinen“, erklärt Susanne Zander vom AAH-Bundesverbandes: „Die Anforderungen sind nur mit einem gut ausgebildeten Hund zu meistern.“ 

Aufgaben werden erläutert

Ein Sprecher wird das Geschehen erläutern, so dass Prüfungsaufgaben wie „Auspferchen“, „Engweg“, „Wehren am Verkehr“, „Kippen“ oder „Griff“ keine Fremdworte bleiben. Beim „Griff“ zum Beispiel beißt ein Hütehund Schafe in Rippe, Keule oder Nacken, ohne sie zu verletzten, nur um sich Respekt zu verschaffen. Im Verlauf des Hütens muss jeder Hund einmal einen Griff gezeigt haben.

„Das Faszinierende am Leistungshüten ist die unmittelbare Nähe, die die Zuschauer zum Geschehen haben“, so Zander weiter. Sie können die Zusammenarbeit von Hunden und Schäfern genau beobachten und erleben mit, wie sich die Schafe eigensinnig immer wieder ihren eigenen Weg suchen wollen, und es die Hunde trotzdem schaffen, alle auf Kurs zu halten. Der Schäfer muss seine Hunde auch auf große Distanzen nur mit dem Schäferstock dirigieren können. Für das Leistungshüten stellt der Seeburger Schäfer Bernd Bodmann seine Schafherde zur Verfügung.

Der Wettbewerb wird durch ein buntes Familienprogramm ergänzt. Verschiedene Wollverarbeitungsschritte demonstriert die Eichsfelder Frauenwerkstatt aus Leinefelde-Worbis. Bei den Bastel- und Filzaktionen mit dem Naturmaterial Schafswolle können vor allem die jungen Besucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der Landschaftspflegeverband informiert über das Leineschaf-Projekt, im Obergeschoss des Natur-Erlebnishauses wird der Film „Schäfer im Göttinger Land – gestern und heute“ präsentiert. Schäfereibedarf und Wollprodukte werden an verschiedenen Verkaufsständen angeboten. Mit Spezialitäten vom Milchschafhof Westphal, Grillwaren sowie einer Hirtensuppe der Pestalozzi-Schule können sich die Besucher stärken. 

Von Kuno Mahnkopf

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