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Heilige hängen am Haken

Licht und Farbe für St. Cyriakus Heilige hängen am Haken

Zweieinhalb Monate noch, dann soll die Basilika wieder eröffnet werden. Das Projekt „Licht und Farbe für St. Cyriakus“ schreitet schneller als gedacht voran. Schon jetzt ist ein deutlicher Unterschied erkennbar: Obwohl noch keine Lampe angebracht ist, wirkt der Kirchenraum heller und freundlicher.

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Mitarbeiter der Tischlerei Riepenhausen heben die Figuren zurück auf ihre Podeste - mit schwerem Gerät und großer Vorsicht.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Leuchtend heben sich die Farben der Gewänder und Verzierungen an den Apostel- und Heiligenfiguren in St. Cyriakus wieder ab, seit sie vom Schmutz vergangenener Jahrzehnte vorsichtig befreit wurden. Derzeit setzen Mitarbeiter der Tischlerei Riepenhausen die Figuren zurück auf ihre Podeste - mit schwerem Gerät und großer Vorsicht.

Die Figur des Heiligen Nikolaus von Myra steht bereits an ihrem angestammten Platz an der Wand des nördlichen Seitenschiffs, als die Mitarbeiter der Tischlerei Kran und Bühne in der Kirche in Stellung bringen, um auch die Nachbarfigur wieder an Ort und Stelle anzubringen. Auf Rollbrettern, mit Gurten und Schaumstoff geschützt, werden die Figur des Johannes Nepomuk und sein Standsockel herangefahren.

Sachte bringen die Handwerker zunächst das Podest in Position, bevor sie den Kranhaken an den Befestigungsgurten der barocken Figur von Andreas Kersten einsetzen. Langsam, Zentimeter für Zentimeter werden die rund 180 Kilogramm - bei der Figur handelt es sich um eine der kleineren und leichteren - in Position gebracht, um sie wieder fest zu installieren.

Wie Nikolaus und Nepomuk sollen in den kommenden Tagen auch die übrigen Apostelfiguren und Guten Hirten in Seitenschiff, Hauptschiff und Chor wieder ihre Plätze einnehmen. An den Säulen, die bereits fertiggestellt sind, lässt sich bereits der Eindruck ablesen, der dann in der Kirche entstehen wird: Durch den dezenten Anstrich der Sandsäulen - die aufstrebende Architektur wird nun durch einen Sandton unterstützt - wird der Blick auf die Kirchenkunst gelenkt. Genau dieses Ziel verfolgt Architekt Michael Schmutzer mit seinem Konzept. Strukturierter und heller kommt der gesamte Raum daher. Auch die in der Länge angepassten Holzbänke, die sich zukünftig nur noch im Mittelschiff befänden, sollten diesen Eindruck bekräftigen, erklärt Schmutzer.

Offen seien - neben der Installation der Lichtanlage - unter anderem die abschließenden Deckenarbeiten. Dort werde ein Reinigungsverfahren eingesetzt. „Die Schlusssteine bleiben alle erhalten“, erklärt Schmutzer. Gestrichen würden lediglich die Rippenbögen. Wie bei den Säulen werde statt des bisherigen Dunkelrots ein Sandton verwendet. Zufrieden zeigt sich Schmutzer über den Verlauf der Arbeiten und den Zeitplan. Rund zwei Wochen seien die Handwerker diesem voraus. Ein guter Puffer, falls es am Ende knapp werde, sagt Tischler Hubertus Riepenhausen.

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©Richter