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Licht- und Klang-Installation in der Germershäuser Wallfahrtskirche

Vermittlung von Stimmungen Licht- und Klang-Installation in der Germershäuser Wallfahrtskirche

In einen Urwald scheint sich die Germershäuser Wallfahrtskirche verwandelt zu haben. Dichtes Grün, Bilder aus acht Diaprojektoren, rankt an den Mauern. Eine Stimme aus dem Hintergrund erzählt während der Licht- und Klang-Installation anlässlich des 1200.

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Lichter, Projektionen, Geschichten: Die Installation von Peter-Paul König und Peter Bücking in der Wallfahrtskirche Germerhausen.

Quelle: Richter

Germershausen. Bistumsjubiläums die Legende von Ludwig dem Frommen. Der Kaiser jagte einem weißen Hirsch so lange nach, bis sein Pferd vor Erschöpfung zusammenbrach. Von den Jagdgenossen war nichts mehr zu hören. Der Herrscher hatte sich im Wald verirrt. Er hängte sein Brustkreuz mit der Marienreliquie in einen Rosenstrauch und betete. Als er es später entfernen wollte, erwies sich das als unmöglich. So ließ der Kaiser nach seiner Rettung an dieser Stelle eine Kirche errichten, den Mariendom zu Hildesheim.

Die Bischofskirche war eines von fünf Gotteshäusern, deren Bilder die 180 Christen während der Aufführung am Ostersonntag kennenlernten. Die Künstler Peter-Paul König und Peter Bücking wollen so die Vielfalt des Bistums dokumentieren.

Mit Fotoapparat und Diktiergerät waren sie durch die Diözese gereist. Das Material bereiteten sie in einer eindrucksvollen Installation auf, die in ihrem Ablauf einer Messe ähnelte. Der Teil über Germerhausen, wo Wallfahrer seit Jahrhunderten zu Maria beten, stand für die Fürbitten.

Ein Scheinwerfer lenkte die Blicke in der dunklen Kirche auf die Gottesmutter. Nicht um die Vermittlung von Fakten, sondern von Stimmungen ging es den Künstlern. Als Leinwand dienten ihnen neben den Kirchenmauern monumentale Hemden von Bildhauer Roland Bauer. Er hatte sich von Geisterhemden indianischer Schamanen inspirieren lassen. Die Kreuze, an denen sie aufgehängt sind, schafften den Bezug zum Christentum.

Von Michael Caspar

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