Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Liegende Buketts und steinerne Bücher

Grabschmuck auf dem Wochenmarkt Liegende Buketts und steinerne Bücher

Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag und Buß- und Bettag – diese Feiertage begehen die Christen im November.Ein Blick auf den Wochenmarkt in Duderstadt zeigt, wie Angehörige die Gräber schmücken können.

Voriger Artikel
Mit 500 Euro kann man Solargenosse werden
Nächster Artikel
Viele gelbe Enten sorgen für große Spannung

Kontrastreich: Die Auswahl an Grabfloristik auf dem Duderstädter Wochenmarkt lockt viele Blicke an.

Quelle: Kunze

Duderstadt. Für viele Eichsfelder beginnt in Kürze wieder eine Zeit des Innehaltens und Gedenkens. Zu den stillen Tagen im November wollen sie auf Friedhöfen mit Gestecken und anderen floralen Botschaften ein Zeichen der Verbundenheit setzen. Stilvolle Arrangements als Zeichen der Erinnerung gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen.

Liegende Buketts werden derzeit stark gefragt, beobachtet Marita Hesse von der gleichnamigen Gärtnerei aus Ecklingerode. „Schlicht und edel, aber nicht zu überladen“, sollten Gestecke und Gebinde insgesamt wirken. Naturtöne stehen dabei an oberster Stelle. „Die gewählte Form und Ausgestaltung sollten zur übrigen Bepflanzung passen“, lautet ein weiterer gezielter Tipp von Hesse.
Nobilistannen haben die beste Haltbarkeit und eignen sich daher besonders gut für ein Gesteck, betont Katarina Teccolo von Blumen-Teccolo. Als Beiwerk gefragt seien „Naturbelassenes sowie alles, was gebleicht ist“. Zu speziellen Anlässen, wie den Gedenktagen im November, verschönern Hinterbliebene die Gestecke gerne mit frischen Blumen, so Teccolo. Mit Gerbera, Astern und Lilien nennt die Fachfrau nur einige Beispiele. Als Accessoires würden Steine mit Sätzen wie „In ständigem Gedenken“ oder „Wir werden Dich nie vergessen“ gewählt.

Beim Ausstecken setzt Tobias Manegold aus Seulingen auf Nordmanntannen aus eigenem Anbau, da sie „ein schönes und sattes Grün haben“. Von Proteen bis zu heimischen Pflanzen wie der Schafgarbe gibt es nach seinen Worten vielfältige Möglichkeiten für die anschließende Ausgestaltung. Ebenso integrieren ließen sich Hirsenzweige. Obligatorisch als Hauptelement seien schließlich Zapfen.

„Es soll harmonisch aussehen und farblich zusammenpassen“, lautet der Anspruch von Marktbeschicker Martin Marienfeld, Gärtnerei und Blumengarten in Hattorf. In der Praxis heißt das für ihn auf den Punkt gebracht: „Naturmaterialien und nicht zu bunt“. Verwendet würden ausschließlich Edeltannen, da diese sehr lange haltbar seien. Gelackte Proteen, Fichtenzapfen, Kiefernzapfen, Moos, Wildlilien und Mohn könnten eine besondere optische Wirkung entfalten. Der generelle Trend gehe hin zu „kleineren Teilen, weil insgesamt auch die Grabstellen kleiner werden.“
Gleich neben Marienfeld präsentierte Angela Bleibaum vom Teeladen am Sonnabend eine stilistisch ansprechende Variante für kleinere Gräber: Steine in Buchform, auf denen Floristik draufgelegt wird. Sehr gefragt seien in diesem Jahr auch Gestecke mit integrierten Kreuzen, erläuterte Bleibaum.

Von Axel Artmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter