Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Linde stürzt auf Turnhalle mit Flüchtlingen

Sturmschaden Linde stürzt auf Turnhalle mit Flüchtlingen

Auf das Dach der Turnhalle am Wollershäuser Schloss, in der Flüchtlinge einquartiert sind, ist in der Nacht zum Mittwoch eine 25 Meter hohe Linde gestürzt. Die Schäden am Flachdach hielten sich in Grenzen. Die Halle wurde während der Bergungsarbeiten der Feuerwehr halbseitig geräumt.

Voriger Artikel
Poller am Duderstädter Rathaus installiert
Nächster Artikel
Ensemble Barroco Tout tritt im Lorenz-Werthmann-Haus auf

Auf das Dach der Turnhalle am Wollershäuser Schloss, in der Flüchtlinge einquartiert sind, ist in der Nacht zum Mittwoch eine 25 Meter hohe Linde gestürzt.

Quelle: Richter

Wollershausen. Die Linde wurde durch Sturmböen samt Wurzelteller aus der Erde gerissen. „Das war ein richtiger Kaventsmann“, berichtet Gemeindebrandmeister Claus Bode: „Weil der Baum sehr schräg gefallen ist, hat er keine große Wucht entfaltet.“ Am Dach seien lediglich Bleche und Kanten beschädigt worden. Die Beseitigung des Baumriesen sei wegen seiner Größe und der Gefahrenlage aber eine kritische Aktion gewesen, so Bode. Um 3.47 Uhr heulte die Sirene. 20 Feuerwehrkräfte aus Wollershausen und Gieboldehausen sind rund zwei Stunden lang im Einsatz gewesen und arbeiteten bei starkem Sturm mit Absturzsicherung auf dem Flachdach.

Nachdem die Krone mit Kettensägen gekürzt worden war, wurde der Stamm mittels Seilwinde des Gieboldehäuser Rüstwagens behutsam vom Dach gezogen. Auf der  Hallenseite mit der Fensterfront wurden die Flüchtlinge evakuiert: Es bestand die Gefahr, dass der Baum abrutschen und durch die Scheiben krachen konnte. Das konnte die Feuerwehr aber verhindern. Begleitet wurde der Einsatz von Ortsbrandmeister Martin Trauter, der Forst-Spezialist ist. Das Sturmtief Heini hatte noch zwei weitere Bäume entwurzelt. Ein Baum war neben die Halle gefallen, ein dritter, der noch durch die Krone eines anderen Baumes gehalten wurde, musste ebenfalls beseitigt werden.

Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann freut sich über  das kompetente Einschreiten der Feuerwehr, die die Situation schnell bereinigt habe. In der Halle als Erstaufnahmeeinrichtung seien zurzeit 45 Flüchtlinge untergebracht. Auch vom zweiten Schwung, der dort einquartiert wurde, sind viele Flüchtlinge wieder weitergezogen. Voraussichtlich am Wochenende werde die Zahl der Flüchtlinge in der Halle wieder auf die Obergrenze von 100 Plätzen aufgestockt, teilt Lottmann mit.

Der Sturm in der Nacht zum Mittwoch hinterließ viele abgebrochene Äste und Totholz auf den Straßen im Eichsfeld, an einigen Stellen stürzten kleinere Bäume auf freies Gelände. Am Mittwochmorgen wurde der Duderstädter Polizei gemeldet, dass zwischen Ebergötzen und Waake ein Baum auf die Fahrbahn der Bundesstraße 27 ragte.

In der Region hat Sturmtief „Heini“ lediglich einen Einsatz in Hann. Münden zur Folge gehabt.  Im Stadtteil Hermannshagen brach ein Nadelbaum ab und musste von der Feuerwehr beseitigt werden.

Dieser Artikel wurde aktualisiert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter