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Lothar Dinges tritt bei TSD aus

Mitglied erster Stunde Lothar Dinges tritt bei TSD aus

Treffpunkt Stadtmarketing verliert eines seiner langjährigsten Mitglieder. Lothar Dinges, zugleich Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger, begründet seinen Schritt mit der Forderung nach einer Öffnung der Fußgängerzone für den Autoverkehr, die durch die seiner Ansicht nach tendenziöse Umfrage des Treffpunkts unter den Gewerbetreibenden in der Duderstädter Innenstadt forciert wurde.

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Hat seinen Austritt bei TSD bekanntgegeben: Dinges.

Quelle: Pförtner

Duderstadt. „Als leidenschaftlicher Duderstädter Bürger bin ich seit der Gründung des Vereins Stadtmarketing dabei, anfangs als Privatmann ohne geschäftliche Interessen und über mehrere Jahre mit einem vollen Jahresbeitrag, weil ich sehr davon überzeugt war, dass wir für die Stadt Duderstadt ein umfassendes Stadtmarketing benötigen.“

An seiner Grundhaltung habe sich seit dem Beitritt zum Stadtmarketingverein nichts verändert. „Ich bin heute noch davon überzeugt, dass wir ein umfassenderes Stadtmarketing mit einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft benötigen, damit die Entwicklung einiger Bereiche des öffentlichen Sektors endlich Anschluss an die Entwicklung in vergleichbaren Städten Europas findet.“ Allerdings sieht er diese Aufgabe nicht mehr von Treffpunkt Stadtmarketing erfüllt.

„Unter der Regie von Hubertus Werner, Anka-Maria Walter und dem Vorstand sind in der Förderung der Einzelhandelsaktivitäten im Bereich Marktstraße, Jüdenstraße, Spiegelbrücke viele gute Aktivitäten wie die verschiedenen Märkte mit sehr gutem Zulauf aus der gesamten Region, die Weihnachtsbeleuchtung und der Weihnachtsmarkt am Rathaus organisiert und umgesetzt worden“, lobt Dinges die Arbeit in der Vergangenheit. Aufwand und Effekt hätten in einem guten Verhältnis gestanden hätten, schreibt er in einem Brief, der dem Tageblatt vorliegt.

"Den Kurs zugunsten der Öffnung zu beeinflussen"

Zugleich erklärt er darin seinen Austritt: „Leider wurde mit der Forderung, die Marktstraße als Einbahnstraße zu öffnen und teilweise für den ruhenden Verkehr zuzulassen, eine komplette Kehrtwendung gegenüber dem mit hohen Mitteln umgesetzten Stadtumbau mit Parkplätzen, Straßengestaltungen, ökologischen Verbesserungen, und so weiter vollzogen.“

Damit würden Umfragen in der Bevölkerung missachtet, deren Ergebnisse, so Dinges, klar pro Fußgängerzone ausgefallen seien. „Mit tendenziösen Umfragen – wie der jetzt vorliegenden – den Kurs zugunsten der Öffnung zu beeinflussen, ist nicht nur ein unglaubwürdiges Mittel. Es kann auch nicht sein, dass in einem demokratischen Gemeinwesen Mehrheiten flächendeckender Befragungen konterkariert werden“, schreibt Dinges.

Hinzu komme, dass Werners Position als Treffpunkt-Stadtmarketing-Geschäftsführer und Ortsbürgermeister zugleich „zunehmend von mehr Bürgern in Frage gestellt wird.“ Dies sei  umso trauriger, als Werner eigentlich ein erheblicher Teil der Verdienste des Treffpunkts zuzurechnen sei.

„Ich kann diese Zustände nicht länger aktiv unterstützen und erkläre hiermit meinen sofortigen Austritt aus dem Treffpunkt Stadtmarketing“, schließt Dinges seinen Brief.

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©Richter