Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Luana Kenga Masha ist das neue Schützenliesel

Duderstädter Schützenfest 2016 Luana Kenga Masha ist das neue Schützenliesel

Mit drei Salutschüssen ist am Freitag das Schützenfest eröffnet worden, 27 Programmpunkte folgten beim Kommers - und rund 250 Gäste in der Eichsfeldhalle hatten etwa zwei Stunden lang ihren Spaß.

Voriger Artikel
Tag für Tag eine Dosis Urlaub
Nächster Artikel
Westerode auf dem Radar

Schützenliesel Luana Kenga Masha wird in die Eichsfeldhalle geleitet.

Quelle: NE

Duderstadt. Traditionell hat das Duderstädter Blasorchester am Freitag des zweiten Wochenendes im Juli einen Termin. Dann sitzen die Musiker in feinem Zwirn in der Eichsfeldhalle und begleiten den Kommers. Während die Musiker eine feste Größe darstellen, sind weite Teile des übrigen Programms am Abend den Besuchern vorher nicht bekannt. Die wohl am sehnlichsten erwartete Neuigkeit dabei: Wer wird Schützenliesel? Entsprechend spannend machte es Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht, nachdem er die Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und von befreundeten Vereinen begrüßt hatte. „Oh!“, entfuhr es ihm, als er den Umschlag von Lioba Stadermann entgegengenommen hatte, offenbar erfreut. Schließlich rückte er mit der Sprache heraus, der Spot wies auf die Treppe und - begleitet von Jungschützen - wurde Luana Kenga Masha in die Menge geführt.

Ähnlich überrascht wie zuvor Kracht zeigten sich Ortsbürgermeister Hubertus Werner und Klaus Schaper über die Rolle, die ihnen während des Auftritts von Claudia Hampel als Anreischkem zukam. Während Hampel über Schlangen vor dem Damenklo und orientierungslose Schützenfahrtsteilnehmerinnen plauderte, bildeten sie die schützende Begleitung. Möglicherweise hätte sie Hampel, die erstmals einem ungereimten Jahresrückblick lieferte, um ein Haar gebraucht. Sie wagte es nicht nur, des Hauptmanns Beleibtheit zu thematisieren und den Propst als Hypnotiseur zu niederen Klingebeutelzwecken zu outen, sie wollte auch noch mit einer Tradition brechen: 2017, im 50. Jahr des Bestehens des Leerenfestes, sollten die Schützen doch ernsthaft die Frauen einladen. Die Buhrufe verstummten erst, als der Anreischke dies als Lockmittel für den Hauptmann versprach.

Der bekam sein Fett weg bei einem Sketch von Elisabeth Genz und Luca Roth - oder auch nicht. Denn in dem Beitrag über den „Gläsernen Menschen“ versuchte Genz in der Rolle des hungrigen Hauptmanns eine Pizza zu bestellen. Dumm nur, wenn der Pizza-Telefonist nicht nur den Kontostand, sondern auch den Cholesterienwert kennt... A propos. Mit Genickproblemen geht es zum Gynäkologen, mit Ohrenschmerzen zum Orologen, mit Problemen beim Püschern zum Püschiologen. Bei Hämmorrhoiden, na, zum Archäologen. Das jedenfalls erfuhr das Publikum in einem Sketch von Heidi Schmalstieg und Frederick Bernd.

Den zweiten Teil des Abend bestritten - abgesehen von der Wartezimmer-Episode - Musiker und Tänzer. Von „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ mit Charly Weng über „Chefin von Deutschland“ mit den New Voices of Gospel unter der Leitung von Martin Wihgrab über Synchrontanz mit den Duderstädter Village People (alle in der Person von André Frölich) bis hin zu „I like to move it“ bei den Tänzerinnen des TV Jahn unter der Leitung von Vivane Heddergott reichte das Angebot. Bei aller Unterschiedlichkeit - dem Publikum schien jeder der Beiträge zu gefallen. Bei Weng, zu dem die Gitarre laut Moderatorin Anke Otto gehöre wie Romeo zu Julia oder Bonny zu Clyde, wurde mitgesungen, bei Unique mitgeklatscht, vom Chor Zugaben gefordert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter