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Mäusebussard fliegt von Finnland bis Bilshausen

Bilshäuser findet verendeten Greifvogel Mäusebussard fliegt von Finnland bis Bilshausen

Ein Aluminium-Ring am Fuß eines verendeten Greifvogels hat die schier unglaubliche Reise eines Mäusebussards quer durch Europa dokumentiert: Der Vogel ist aus Pöytyä in Finnland bis nach Bilshausen geflogen.

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Zeugnis einer außergewöhnlichen Reise: Schöttelndreier mit Alu-Ring aus Finnland.

Quelle: Tietzek

Das hat Friedrich-Karl Schöttelndreier von der Nabu-Greif- und Eulenstation jetzt nach aufwendiger Recherche herausgefunden.

Der Bilshäuser Hermann Leinemann hatte den fast skelettierten Greifvogel am Freitag vergangener Woche auf seinem Grundstück in der Bahnhofstraße 9 entdeckt. Da das Tier beringt war, benachrichtigte Leinemann den Rüdershäuser Greifvogel-Spezialisten. Anhand der Federreste identifizierte Schöttelndreier den Vogel als Rauhfuß- oder Mäusebussard und sicherte den Ring mit der Aufschrift „D-267.089 Museum Zool Helsinki-Finland“. Ein Ausflug des Rüdershäusers ins Internet brachte die Adresse der Vogelwarte-Ringzentrale des Finnischen Museums of Natural History von Helsinki zutage, und die Funddaten wurden umgehend aus dem Eichsfeld ins ferne Finnland übermittelt.

„Am Montag kam um 14.22 Uhr eine Mail: Mit der von mir übermittelten Ring-Nummer ist am 15. Juni vergangenen Jahres ein Nestling-Mäusebussard in der Gemeinde Pöytyä beringt worden, die im Südwesten des Landes liegt und 8502 Einwohner hat“, berichtet Schöttelndreier. Der Bussard habe demnach von seinem Beringungsort bis nach Bilshausen die beachtliche Flugstrecke von 1577 Kilometern zurückgelegt. „Dem Tier war es in Finnland wohl zu kalt, auf der Suche nach Nahrung ist er dann in unsere Breiten geflogen. Das kann man manchmal bei Rauhfußbussarden im Winterhalbjahr beobachten“, vermutet Schöttelndreier. Der außergewöhnlich strenge und lange Winter in Deutschland sei dem geschwächten Bussard dann zum Verhängnis geworden.

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Auf den Namen Katharina hört eine Adlerdame, die bislang im Saarland lebte und nun im Eichsfeld ein neues Zuhause gefunden hat. In seiner Greif- und Eulenstation des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland in Rüdershausen hat Friedrich-Karl Schöttelndreier das vier Jahre alte Tier in Dauerpflege genommen.

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