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Malteser bringen Flüchtlingen im Rosenthaler Hof das Radfahren bei

Verkehrssicherheit im Vordergrund Malteser bringen Flüchtlingen im Rosenthaler Hof das Radfahren bei

Einmal in der Woche treten Flüchtlinge im Rosenthaler Hof in die Pedale. Dann ist Fahrradtag angesagt. Dabei geht es nicht allein um den Spaß, sondern vor allem um den sicheren Umgang mit dem Rad und Verkehrssicherheit.

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Verkehrserziehung in verschiedenen Sprachen: Die Malteser sorgen dafür, dass Flüchtlinge wissen, was es mit den Schildern auf sich hat.

Quelle: Richter

Westerode. „Die Menschen müssen mobil sein“, begründet Eva Hilgers-Canisius, Ortsbeauftragte der Göttinger Malteser, die Initiative der Malteser. Entstanden sei die Idee gemeinsam mit dem Bundesfreiwilligendienstleistendem Maxim Dormann. „Irgendwas müssen wir machen“, hätten sich die Ehrenamtlichen gedacht. Die Initialzündung habe schließlich eine Begegnung zwischen Hilgers-Canisius und einer Frau aus Albanien gegeben, die ihr berichtet habe, sie habe Angst, abends allein über die Straße zu gehen. „Du brauchst ein Fahrrad“, habe Hilgers-Canisius geraten. „Dann bist Du schneller.“

Zwar sei sie davon ausgegangen, dass die Angst der Frau nicht unbedingt begründet gewesen sei, berichtet Hilgers-Canisius. Doch sie habe erkannt: Das Radfahren verleiht Selbstbewusstsein. „Also habe ich der Frau den Rock hochgebunden, ihr einen Helm aufgesetzt und mit ihr radfahren geübt“, so Hilgers-Canisius.

Ähnlich verfahren die Malteser auch mit den Flüchtlingen im Rosenthaler Hof, die – sofern sie mehr als einige Tage in Westerode sind – genau wissen, dass es mittwochs aufs Rad geht. Wenn Räder und Helme nach Größen verteilt sind – dazu stürmen die Menschen förmlich eine Garage auf dem Gelände des Rosenthaler Hofes – geht es auf einen Parcours. Dort lernen die Flüchtlinge unter anderem die Bedeutung von Verkehrsschildern kennen.

„Außerdem erklären wir, dass helle Kleidung wichtig ist“, so Hilgers-Canisius. Ein weiteres Thema sei die Erste Hilfe. „Schließlich müssen die Menschen wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist“, begründet sie. Ein weiteres Thema sei die Reparatur von Rädern, an der sich die Flüchtlinge ebenfalls beteiligten. Werkzeug hätten die Malteser gestellt, so Hilgers-Canisius, das Talent brächten viele schon mit.

Dennoch hielten die Räder, insbesondere die für die Kinder nicht ewig. Daher seien die Malteser immer auf der Suche nach fahrbaren Untersätzen, so Hilgers-Canisius. Potenzielle Spender, auch von Helmen, werden gebeten, sich mit ihr unter Telefon 01 77 / 7 52 14 70 in Verbindung zu setzen.

Rotkreuzler helfen

Mit einer Hilfsaktion hat auch der Kreisverband Duderstadt im Deutschen Roten Kreuz Flüchtlinge im Rosenthaler Hof unterstützt. „Das Anliegen war es, die Menschen mit Bekleidung in allen Größenordnungen und für jedes Alter auszustatten“, begründet Claudia Moneke den spontanen Besuch der DRK-Helfer unter der Leitung des Ortsvereins-Vorsitzenden Wolfgang Rudolph im Rosenthaler Hof.

„Das Angebot war umfangreich, und für alle war etwas dabei“, erklärt sie. Geld hätten die Helfer keines verlangt. Die Hilfs- und Spendenaktion habe unter dem Motto „Aus Liebe zum Menschen“ gestanden. „Das persönliche Danke der Kinder und der Menschen, die im Rosenthaler Hof untergebracht sind, haben uns sehr berührt“, blickt Moneke zurück.

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