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„Man ßachte, man ßachte, we hett jo noch Tiet“

Frünne verleben Plattdeutschen Abend „Man ßachte, man ßachte, we hett jo noch Tiet“

Auch Schnee und Eis der vergangenen Tage hielten die Plattdütschen Frünne des Eichsfeldes nicht davon ab, an ihrem monatlichen Treffen teilzunehmen. Mehr als 100 Freunde der plattdeutschen Mundart waren es, die sich aus mehreren Orten des Ober- und Untereichsfeldes in der Kulturhalle auf Teistungenburg eingefunden hatten.

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Großes Finale: Zum Abschluss des Plattdütschen Abends präsentieren sich alle Akteure noch einmal auf der Bühne.

Quelle: ge

Der Präsident der Frünne, Werner Grobecker, gab in seiner Begrüßung gleich die Richtung des Abends an: „Ek will hüte Obend kaan Woart Hochdietsch häarn. Wä use Platt nich kann, bie dän mott dat Muhlwark stillestoahn!“

Das jedenfalls gelang den Anwesenden vortrefflich, denn bereits der musikalische Auftakt des Chores Viva Musica kam mit „Wenn hier enn Pott met Boahnen steiht“ mundartlich rüber. Die Frauen und Männer um Irene Tuschy hatten denn auch ein umfangreiches Repertoire zu bieten, in dem die Teistunger Hymne „Man ßachte, man ßachte, wie hett jo noch Tiet“ nicht fehlen durfte. Der tosende Applaus lohnte es den Sängern.

„Ek hewwe Schnuhm“ kam originell von Raphaela Annuseit rüber. Rita Maulhardt, Altstar der Plattdütschen, erzählte dä Jeschichte von Kathrinchen und gab dä Dotßünne und das Beinah-Genie zum Besten. Renate Sommer-Wüstefeld erzählte in besinnlicher Form „vom Enne von mien Schwäjarvotar“. Alfred Wüstefeld war zeitlebens einer der Aktiven, wenn es um die heimatliche Muttersprache ging.

Etwas für Auge und Ohr brachte anschließend die Tanzgruppe auf die Bühne, die immer wieder von Applaus begleitet wurde und bei der die Zugaben nicht fehlen durften. Die Fastnacht in Gerblingerode führte Monika Müller aus, bevor Anneliese und Hermann die Geschichte „Hier auf dem Eichsfeld in unseren Dörfern“ gesanglich darboten. Reinhold Frölich blickte auf einen verlängerten Kneipenbesuch zu DDR-Zeiten zurück, der schließlich mit Verrat und Einbuchtung endete.

Es folgte außerdem ein kleines Jubiläumsständchen von Anneliese und Hermann, die auf zwanzig Jahre gemeinsamen Musizierens zurückblicken können. Eine abgewandelte Form des bekannten Grimm-Märchens Rotkäppchen kam von Lydia Langenohl, bevor Hermann Friederici mit seiner berühmten Kuckucksuhr die Gäste erfreute.
Zum Abschluss des Abends sangen alle Akteure und Gäste gemeinsam das Eichsfeldlied „Bist du gewandert durch die Welt“.

Von Gerhard Germeshausen

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