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„Markt der Möglichkeiten“ im Jugendgästehaus Duderstadt

Vernetzung mit Plakat und App „Markt der Möglichkeiten“ im Jugendgästehaus Duderstadt

„Unser Hauptziel ist die Vernetzung“, sagt Helga Steininger, Moderatorin der Arbeitsgemeinschaft Jugend-Netzwerk-Duderstadt, welche am Dienstag und Mittwoch,  im Duderstädter Jugendgästehaus den Markt der Möglichkeiten veranstaltet.

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Ort der Vernetzung: Markt der Möglichkeiten im Jugendgästehaus Duderstadt.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Zehn kleine Gegenstände sind schnell in eine Box einsortiert. Deutlich schwieriger gestaltet sich das nach starkem Alkoholkonsum: Die Sicht wird unklar, die Hand kann nicht mehr so gut koordiniert werden. Das ist ein Themenpunkt, den die mehr als 700 Schüler der siebenten und achten Klassen aller Schulen aus dem Bereich Duderstadt und Gieboldehausen beim Markt erfahren – natürlich nur durch die Nutzung einer Brille, welche die Sicht dem Alkoholkonsum anpasst.
„Der Markt bietet Jugendlichen Gelegenheit, in Kontakt zu kommen mit den unterschiedlichen Einrichtungen, die ihnen bei Problemen in verschiedenen Lebenssituationen Hilfe anbieten können“, erklärt Angela Schmiel-Richter, Jugendamtsleiterin des Landkreises Göttingen. „Im Rahmen des Marktes können Berührungsängste abgebaut werden. Die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme im Ernstfall ist dadurch deutlich niedriger.“

Der Markt wird alle zwei Jahre organisiert, wenn das Netzwerk sein Hilfeplakat neu auflegt. Dieses fasst die wichtigsten Ansprechpartner aus den Bereichen Schule, Ausbildung, Familie, Erziehung, Alkohol, Drogen, Sexualität und Lebensplanung zusammen. „Das Plakat wird in vielen verschiedenen öffentlichen Gebäuden der Region verteilt“, berichtet Günter Lutterberg vom Duderstädter Kinder- und Jugendbüro. „Dadurch finden Jugendliche sowie deren Eltern schnell Kontakt zu den richtigen Stellen und Ansprechpartnern.“ Für die Zukunft soll die Kommunikation modernisiert werden. „Wir haben vor, eine App mit den entsprechenden Daten zu erstellen“, so Steininger. „Wir überlegen, in die Gestaltung auch Jugendliche einzubeziehen – ebenso wie in die tägliche Jugendarbeit.“

Duderstadts Verwaltungsleiterin Bettina Steinmetz ergänzt: „Das Netzwerk lebt vor allem durch die Gemeinschaft und das Miteinander der Institutionen.“ Das bestätigt auch Psychologe Rudolf Bubert von der Caritas-Erziehungsberatung: „Die Vernetzung hier ist gut geeignet, um miteinander in Kontakt zu kommen. So habe ich mich zum Beispiel mit der Schülerhilfe abgestimmt, wie wir uns gegenseitig unterstützen oder eben auch Jugendliche weiterleiten, um ihnen zu helfen.“

Von Rüdiger Franke

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