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„Ein typischer Fall von Überregulierung“

Verschärfung des Diesel-Fahrverbots stößt auf wenig Gegenliebe „Ein typischer Fall von Überregulierung“

In Städten mit Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte wie Göttingen und Hannover droht eine Verschärfung des Fahrverbots für Dieselfahrzeuge. Auf Druck der EU soll eine blaue Plakette eingeführt werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Dann dürften nur nach Wagen die die EU-6-Norm erfüllen, in Umweltzonen einfahren. Auch Autos mit Euro-5-Norm, die erst im vergangenen Jahr erworben wurden, wären betroffen. Das halten viele Eichsfelder für überzogen.

„Ein typischer Fall von EU-Überregulierung“, sagt Hermann Sonneborn (62) und weiß als Tageblatt-Leser, dass der Vorstoß noch rechtlich umstritten ist und dafür die Straßenverkehrsordnung geändert werden müsste. „Zurzeit haben die Politiker die Autoindustrie am Wickel“, sagt der Brochthäuser Fleischermeister, der einen Diesel-Transporter mit grüner Plakette fährt und nichts von der weiteren Verschärfung hält: „Wie wollen die Kommunen, die selbst Dieselfahrzeuge haben, das finanzieren?“.

Herrmann Sonneborn.

Quelle: NR

Claudia Reinhardt (58) aus Zwinge bezweifelt, dass „so etwas in anderen EU-Ländern möglich ist“. Die geplante Verschärfung des Diesel-Fahrverbots sei lachhaft und sollte nicht Autos treffen, die erst vor kurzer Zeit gekauft wurden.

Claudia Reinhardt.

Quelle: NR

Der Duderstädter Norbert Conrad (69) erkennt zwar die gute Absicht an, die Innenstädte sauber halten zu wollen, hält die Vorgaben aber ebenfalls für überzogen: „Das trifft Menschen, die nicht viel Geld haben und auf ältere Fahrzeuge angewiesen sind.“

Norbert Conrad.

Quelle: NR

„Je weniger Autos, desto besser“ zeigt Sarah Thieme (41) aus Klein Lengden grundsätzlich Verständnis für alle Bemühungen zur Schadstoffminimierung, räumt aber ein: „Für die Bewertung des aktuellen Vorstoßes fehlt mir das Fachwissen.“ Mit ihrem Diesel-Verkaufswagen, mit dem sie auf dem Duderstädter Markt steht, musste die Backhaus-Mitarbeiterin noch nicht in Umweltzonen einfahren.

Sarah Thieme.

Quelle: NR

Auch die Duderstädterin Birgit von Ohlen (56), die einen Benziner fährt, begrüßt prinzipiell alle Bestrebungen, die zu weniger Schadstoffen führen. Die Verschärfung und Ausweitung von Umweltzonen ist für sie aber noch mit vielen Fragen verbunden: „Wie sollen Betroffene noch in die Innenstädte kommen? Und was machen die Menschen, die in einer Umweltzone wohnen? Müssen die ihre Autos abschaffen?“.

Birgit von Ohlen.

Quelle: NR
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©Richter