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Von mulmigem Gefühl bis Gelassenheit

Marktumfrage in Duderstadt zu Terrorgefahren Von mulmigem Gefühl bis Gelassenheit

Die Anschläge der vergangenen Tage haben Spuren bei vielen Eichsfeldern hinterlassen. Während sich die einen genau überlegen wollen, welche Orte und Ereignisse sie künftig besuchen, beschränkt sich die Reaktion bei anderen auf ein mulmiges Gefühl, so das Ergebnis der Marktumfrage.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „In Duderstadt und in meinen Heimatort Rhumspringe habe ich keine Angst, in Göttingen bei einer sehr großen Veranstaltung hätte ich Bedenken, weil momentan noch polizeilich betrachtet zu wenig abgesichert ist“, sagt Berthold Engel, der auch weiterhin „überall dort hingehen will, wo was los ist“. Der 78-Jährige aus Rhumspringe gibt zu bedenken, dass Anschläge der „IS-Gruppe“ auch in kleinen Menschenansammlungen passieren könnten.

„Man kann sich nicht von der Angst nur beherrschen lassen“, äußert Karin Adler. Allerdings hätte die Rollshäuserin ein „mulmiges Gefühl“, wenn sie Großveranstaltungen besuchen würde. Die 45-Jährige ließe sich vom Besuch eines solchen Ereignisses aber nicht abhalten. Wichtig wäre aus Sicht der Eichsfelderin eine „bessere Integration von Migranten“.

„Wenn etwas passiert, dann passiert es, man muss das Leben weiterleben“, betont Birgit Schenke, der die Ereignisse „schon Angst machen“. Die Immingeröderin würde auch fliegen, allerdings „nicht nach Istanbul“. Die Menschen, die Anschläge verüben, „nehmen vor nichts Rücksicht“, so der Eindruck der 57-Jährigen.

„Hier in Duderstadt habe ich keine Angst, weil es noch eine Kleinstadt ist“, sagt Rabea Winter. Als die Brochthäuserin in der vergangenen Woche in Berlin gewesen sei, habe sie allerdings an Orten, wo viele Menschen waren, ein „mulmiges Gefühl“ gehabt. Als Beispiel nennt sie touristische Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor. „Man sieht es den Leuten nicht an, was sie vorhaben“, meint die 18-Jährige und fügt hinzu: „Es kann überall passieren.“

„Ich bin schon am Überlegen, ob ich noch Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen besuche“, berichtet Sandra Eckermann. Letztendlich sei es Zufall, ob man zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sei, so die 41-Jährige aus Duderstadt.

Von Axel Artmann

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