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Druckmittel Führerscheinentzug?

Marktumfrage in Duderstadt Druckmittel Führerscheinentzug?

Die SPD-Bundesminister Sigmar Gabriel, Heiko Maas und Manuela Schwesig haben zuletzt einen Führerscheinentzug für Väter ins Spiel gebracht, die ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen. Duderstädter Marktbesucher reagierten am Mittwoch unterschiedlich auf diesen Vorschlag.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. SPD-Chef Gabriel argumentierte, dass nach Erhebungen drei Viertel der Kinder von alleinerziehenden Müttern keinen oder geringeren Unterhalt zahlten und der Steuerzahler so einspringen müsse. Der Führerscheinentzug könne daher ein denkbares Druckmittel sein, damit die säumigen Väter ihrer gesetzlichen Zahlungspflicht nachkämen.

Edith Opfer

Edith Opfer

Quelle: gm

„Und wenn sie das Auto zur Arbeit brauchen?“, fragte sich Edith Opfer. Dann, so die Kasselerin, die in Duderstadt zu Besuch war, wären niemandem gedient, auch nicht den Kindern selbst.

Christa Risse

Christa Risse

Quelle: gm

„Ich finde es eine Schweinerei“, ergänzte Christa Risse, „wenn Väter - die es könnten - keinen Unterhalt zahlen.“ Wenn dies freiwillig nicht geschehe, müsse in letzter Konsequenz auch ein wenig Druck ausgeübt werden: „Die Mütter und Kinder müssen schließlich auch von etwas leben.“ Allerdings, und da gab sie ihrer Freundin Edith Opfer Recht, müsse das immer für jeden Einzelfall abgewägt werden.

Hilde Conrads

Hilde Conrads

Quelle: gm

„Über den Vorschlag habe ich mich erst gestern mit meinem Mann unterhalten“, äußerte sich Hilde Conrads, „ und ich finde das richtig.“ Das sei zwar hart, aber vielleicht helfe ein wenig Druck, damit diese ihrer Zahlungspflicht hinterherkämen, statt für andere Sachen Geld auszugeben. Darin stimmte sie auch der Bundesfamilienministerin zu. Schwesig hatte klargestellt, wer in Deutschland Geld für ein Auto habe, müsse auch Geld für ein eigenes Kind haben.

Wilfried Hübscher

Wilfried Hübscher

Quelle: gm

Anderer Meinung war dagegen Wilfried Hübscher aus Förste. „Ich denke, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“Dazu müsse es andere Wege geben, so Hübscher, etwa eine Lohnpfändung. Denn um den Unterhalt solle sich keiner drücken können.

gm

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