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Matthias Schenke kritisiert Neuauflage einer Broschüre für Duderstadt

Infosystem abgelehnt, Broschüre aufgelegt Matthias Schenke kritisiert Neuauflage einer Broschüre für Duderstadt

Der Duderstädter SPD-Ratsherr Matthias Schenke kritisiert die Neuauflage einer Informationsbroschüre für Duderstadt.

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Ratsherr Matthias Schenke (SPD).

Quelle: Richter

Duderstadt. Mit der Aktualisierung der Broschüre, die nach Angaben der Stadtverwaltung bereits seit 2002 in Zusammenarbeit mit dem Ancos-Verlag entsteht, werde die Argumentation der CDU gegen einen SPD-Antrag im Rat der Stadt ad absurdum geführt. Außerdem betrachte er die Herausgabe einer solchen Broschüre als nicht mehr zeitgemäß.

Die SPD-Fraktion hatte Mitte des vergangenen Jahres die Erstellung eines Bürgerinformationssystems für Duderstadt gefordert. Online und in Papierform sollten amtliche und Vereinsnachrichten, Sport- und Freizeitangebote sowie Informationen über Ärzte und Apotheken publiziert werden. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Konkurrenz zum Tageblatt

Unter anderem hatte die CDU argumentiert, dass durch ein solches Angebot eine Konkurrenz zum Eichsfelder Tageblatt geschaffen werde, da es sich um ein anzeigenfinanziertes Produkt handeln sollte. Hinsichtlich der Berichterstattung sei das ET ausreichend.

„Wenige Wochen später gibt Bürgermeister Nolte beiläufig auf der Website der Stadt  bekannt, dass die Stadt Duderstadt eine Bürgerinformationsbroschüre erstelle“, kritisiert Schenke. Die Broschüre werde durch Werbeerlöse finanziert. Mit dem „Plagiieren fremder Ideen“, so Schenke, könne er sich noch anfreunden, wenn es Duderstadt voranbringe.

In diesem Falle aber werde die eigene Argumentation unterlaufen. „Die Sorge der CDU um das heimische Verlagswesen war offenbar lediglich auf den Zeitraum der Ratssitzung beschränkt“, so Schenke.

Hilfreiches Nachschlagewerk

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) rechtfertigt die Informationsbroschüre als „hilfreiches Nachschlagewerk“ für Bürger und Gäste. Es biete „umfassende Informationen zu den Aufgaben der Stadtverwaltung, über behördliche und soziale Einrichtungen, das Gesundheitswesen, Vereine und Verbände, Freizeit und Kultur und vieles mehr.“

Veraltet sei die Herausgabe nicht, da es eine digitale Form als Flipbook auf der Homepage der Stadt gebe und eine Abbildungen auf mobilen Endgeräten möglich sei. „Eine regelmäßige Aktualisierung ist möglich“, erklärt Nolte. Weiterhin werde auf zusätzlichen Online-Portalen über die aktuellen Themen der Stadt informiert.

„Die in der Veröffentlichung befindliche Broschüre, die in einem Zeitabstand von zwei bis drei Jahren aktualisiert wirdm kann nicht das aktuelle Zeitgeschehen wiedergeben und ist somit nicht Grundlage des Antrages der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Duderstadt“, erklärt Nolte.

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©Richter