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Meditation in der Fastenzeit

Ursulinenkloster Duderstadt stellt Kreuzwegentwürfe von Sr. Paula aus Meditation in der Fastenzeit

Im Ursulinenkloster Duderstadt ist von Aschermittwoch bis zum Ende der österlichen Bußzeit der Kreuzweg „Im Kreuz ist Heil“ ausgestellt. Zu sehen sind die Kirchenfensterentwürfe der Ursulinenschwester Paula, einer geborenen Tisa von der Schulenburg, zu den Öffnungszeiten der Klosterpforte.

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„Im Kreuz ist Heil“: Die Oberin des Ursulinenlosters, Sr. Barbara Wien, mit Kreuzwegbildern von Tisa von der Schulenburg.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Wir bekamen diese Entwürfe zu unserem 300-jährigen Bestehen in Duderstadt geschenkt,“ sagte Sr. Barbara. „Die sind was ganz eigenes, einfach Sr.-Paula-Stil“, so die Oberin des Duderstädter Konvents zu den Kohlezeichnungen. Sie hatte die 2001 Verstorbene noch persönlich kennengelernt.

In den Darstellungen spiegele sich der Einsatz Sr. Paulas für die Bergleute des Ruhrgebietes: „Die Not der Menschen war ihr ein großes Anliegen.“ Seit Beginn der 1970er-Jahren nahm die Ordensfrau an Mahnwachen gegen die geplante Stilllegung des Dorsteners Revier teil. In der Bevölkerung galt sie so oft als „Heilige Barbara des Ruhrgebietes“.  Geboren in den Hochadel, spielte die junge Tisa mit den Kaiserkindern, heiratete  zweimal und ließ sich wieder scheiden, studierte Kunst in Berlin und Paris. Erst mit 46 Jahren, 1950, konvertierte sie zum katholischen Glauben und entschied sich für ein Leben als Ursulinenschwester. 

Es sei keine Ausstellung, sagte die Oberin in der heiligen Messe am Aschermittwoch in der Liebfrauenkirche: „Gläubige können den gesamten Kreuzweg beten, meditieren oder bei einzelnen Darstellungen ihre Gedanken schweifen lassen.“ Andere könnten die Zeit zum Verschnaufen aus dem Alltag nutzen. Sr. Paula habe es mit ihren Werken und Skulpturen geschafft, Werte auch nach ihrem Tod weiterzuvermitteln.

Bis Karsamstag, 26. März, kann der Kreuzweg montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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