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Mehr Geld für Ansiedlung von Betrieben

Fördergrenzen deutlich erhöht Mehr Geld für Ansiedlung von Betrieben

Ein dickes Plus bei der Wirtschaftsförderung für Niedersachsens strukturschwache Regionen gibt es in diesem Jahr. Profitieren können davon auch Betriebe im Bereich der Stadt Duderstadt. Bis Ende dieses Jahres müssen die Anträge gestellt sein.

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Platz ist vorhanden, mehr Geld gibt es auch: Höhere Zuschüsse unter anderem für den Aufbau von Betriebsstätten gibt es 2009.

Quelle: CM

Auf bis zu 35 Prozent Förderung – nicht rückzahlbare Zuschüsse – hat das Land Niedersachsen die Sätze der so genannten GA-Mittel hochgesetzt. Aus dem Beihilfe-Topf „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur“ werden grundsätzlich alle Unternehmen gefördert, die den Großteil ihrer Produkte überregional vermarkten. Aber auch Fremdenverkehrsbetriebe können in den Genuss der GA-Mittel kommen. Das Geld kommt von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land.

Die Erhöhung der Höchstfördersätze ist befristet bis zum 31. Dezember 2009. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) spricht deshalb von einer „historischen Chance“, über die heimische Betriebe auch und gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise nachdenken sollten. 15 Jahre nach dem Ende der Zonenrandförderung hätten Unternehmen nahe der Landesgrenze endlich die Möglichkeit, vergleichbare Zuschüsse wie Betriebe in den östlichen Bundesländern zu erhalten, erläutert Nolte seine Einschätzung.

Rund 100 Betriebe betroffen

Die Wirtschaftsförderung bekomme gerade in Krisenzeiten immer mehr Gewicht, betont auch Detlev Barth die Bedeutung der GA-Förderung. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) schätzt die Zahl der Unternehmen, die diese Mittel in Anspruch nehmen könnten, auf rund 100. Für sie wolle die WRG Dienstleister sein. „Wir nehmen den Unternehmer an die Hand und gehen mit ihm zur N-Bank“, macht er deutlich. Bei der Förderbank des Landes Niedersachsen müssen die Anträge gestellt werden. 

Dabei werde die WRG behilflich sein. „Wir wollen den Antragsteller zum Erfolg führen“, so Barth. Deshalb werde die WRG nicht nur ständig Kontakt zur N-Bank halten, sondern auch nach anderen Fördermöglichkeiten suchen, sollte das über GA-Mittel nicht möglich sein. Barth verweist auf das Programm zur finanziellen Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), das ebenfalls von der WRG vermittelt wird.

Bei diesen Worten Barths nickt Hans-Joachim Straub, Wirtschaftsförderer bei der Stadt Duderstadt, zustimmend. Auch Straub bietet sich als Ansprechpartner an. Er betont die enorme Steigerung der Fördersätze: Für kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten sei sie von 20 auf bis zu 35 Prozent hochgesetzt worden. Mittlere Unternehmen (bis zu 250 Beschäftigte) können statt bislang 15 Prozent derzeit 25 Prozent Zuschüsse bekommen. Für größere Unternehmen sind statt üblicherweise zwölf derzeit 15 Prozent Förderung drin. „Ab 2010 gelten wieder die alten Fördersätze", macht Straub deutlich.

Grundlage der Höchstsätze ist die Einordnung des Stadtgebietes Duderstadt als so genanntes C-Fördergebiet. Hier sind nach EU-Recht höhere Zuschüsse als in den umliegenden Gemeinden des Landkreises Göttingen möglich. Den gleichen Status hat im Untereichsfeld lediglich noch die Gemeinde Bilshausen.

Von Ulrich Lottmann

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