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Mehr als 1500 Straßenlaternen in Duderstadt werden modernisiert

Erst die Köpfe, dann die Masten Mehr als 1500 Straßenlaternen in Duderstadt werden modernisiert

Nicht allein auf stimmungsvolle Beleuchtung ist es der Duderstädter Stadtverwaltung während der vergangenen Wochen angekommen. Während der dunklen Jahreszeit sind viele Straßenlaternen ausgetauscht worden, um ein ganz anderes Ziel zu verfolgen: Im Zuge der energetischen Modernisierung haben Mitarbeiter des Bauhofes begonnen, Leuchtenköpfe auszubauen und durch neue, mit LED-Lampen bestückte, zu ersetzen.

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Die alten Leuchtenköpfe(rechts) werden durch neue, mit LED-Lampen bestückte, getauscht.

Quelle: EF

Duderstadt. Dabei handelt es sich nicht um die erste Sanierungsmaßnahme dieser Art. Bereits zweimal wurden – in den Jahren 2009 und 2010 – Maßnahmen des Bundesministeriums für Umwelt umgesetzt, 2012/2013 gab es zudem ein Leuchtmittelaustauschprogramm.

Zunächst gelang es 2009 bei 271 Straßenlaternen den Energieverbrauch, und damit einhergehend die Kosten, um 46 Prozent zu senken. Im Folgejahr kamen weitere 313 Laternen an die Reihe. Hier lagen die Einsparungen bei 52 Prozent, erklärt Ulrich Werner, Koordinator des Projektes Energiewende bei der Stadt Duderstadt. Die Maßnahmen erfolgten im Zuge des Förderprogramms „Anwendung von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“.

Mit dem Ziel, nachhaltig Klimagase zu reduzieren und die Energieressourcen zu schonen, wurden Projekte gefördert, die den Stromverbrauch um mindestens 30 Prozent senkten. Die Stadt erhielt für Sanierungen in allen Ortsdurchfahrten außer Westerode, an Wohngebieten und am Duderstädter Stadtring Mittel in Höhe von 52 340 Euro.

Die Gesamtkosten beider Vorhaben lagen bei 214 000 Euro. Eingebaut wurden Natriumdampfhochdrucklampen, die ein gelbliches Licht abgeben. „LED war seinerzeit noch zu teuer“, erklärt Werner.

„Bereits in acht Jahren werden wir die Kosten wieder hereingeholt haben“

Im Rahmen des Leuchtmittelaustauschprogramms wurden dann erneut 614 Straßenlaternen mit Energiesparlampen ausgestattet. Über die Höhe der Einsparungen lägen allerdings keine Zahlen vor, so Werner. Die Kosten der Austauschaktion, die Pilzleuchten in Wohngebieten betraf, lagen bei 35 630 Euro.

Den größten Schritt macht die Stadt Duderstadt seit Ende November, indem 1570 der insgesamt 3557 Straßenlaternen entweder samt Mast ausgetauscht oder mit neuen Köpfen versehen werden. In Zahlen bedeutet eine Einsparung von 310 000 Kilowattstunden Strom, 196 447 Kilogram CO2-Ausstoß und 79 000 Euro Kosten – insgesamt 68 Prozent. „Bereits in acht Jahren werden wir die Kosten wieder hereingeholt haben“, erklärt Werner.

Die Gesamtinvestition inklusive Planungskosten belaufen sich dabei auf 1 220 000 Euro. Enthalten sind auch rund 350 neuen Masten. Auch hier werde ein Förderprogramm des Umweltministeriums umgesetzt, analog zu den beiden Maßnahmen in 2009 und 2010. Die Förderung von 20 Prozent komme bei 160 Leuchten zur Anwendung. Bei einer Investition von 93 790 Euro erhält die Stadt also eine Förderung von 18 785 Euro.

Die übrigen Sanierungsmaßnahmen werden mithilfe der KFW-Bank zu einem Zinssatz von 0,1 Prozent finanziert. Betroffen sind verschiedene Straßen in den Wohngebieten der Stadt sowie die Ortsdurchfahrt Westerode. Bisher fertiggestellt sind nach Angaben von Werner die Arbeiten an rund 260 Laternen in Breitenberg, Brochthausen, Desingerode, Duderstadt, Immingerode, Fuhrbach, Hilkerode, Langenhagen, Nesselröden und Westerode.

Lampen sind dimmbar

Dort wurden bereits die Leuchtenköpfe angebracht, in deren Innerem LED-Leuchten Licht bringen. Sie unterscheiden sich von den alten Laternen darin, dass der Schirm nicht mehr als Milch-, sondern aus Klarglas ist, um kein Licht mehr zu schlucken. Durch die fehlende Streuung gibt es daher nun ein punktuelleres Licht. Außerdem sind die neuen Laternen dimmbar.

Es werden also nach Abschluss der Maßnahme nicht mehr bestimmte Laternen abgeschaltet, sondern ihre Helligkeit reduziert. Werner sieht darin einen Beitrag zur Sicherheit. Außerdem würden Anlieger durch das helle Licht nicht mehr gestört.

Dass sich derzeit noch einige Straßenzüge, unter anderem in Westerode, optisch noch uneinheitlich darstellen, erklärt Werner mit zwei Arbeitsschritten: Zunächst werden die Straßenlaternen saniert, bei denen nur die Köpfe auszutauschen sind. Anschließend seien die Leuchten an der Reihe, bei denen auch der Mast erneuert werde. Die Arbeiten sollen bis Mitte 2015 abgeschlossen sein.

Übrig bleiben dann 650 Straßenlaternen, deren Verbrauch so gering ist, dass ein Austausch der Leuchtmittel sich finanziell auf die nächsten Jahre nicht lohnen würde. Außerdem 150, bei denen eine Sanierung noch ansteht. Die Kosten dabei lägen bei rund 90 000 Euro. „Sobald Mittel frei sind, werden wir damit weitermachen“, kündigt Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) an, der dazu aufruft, die Energiewende „zu leben“. Er regt an, spätestens im ersten Halbjahr 2016 wieder Energie-spartage anzubieten.

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©Richter