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Mehrheit der Bürger in Duderstadt für Umgehungspläne

Erörterungstermin Ende des Jahres Mehrheit der Bürger in Duderstadt für Umgehungspläne

Im Stadtentwicklungsausschuss des Rates der Stadt Duderstadt sind die Pläne für den Südteil der Umgehung vom Euzenberg bis nach Thüringen am Mittwochabend mit großer Mehrheit gebilligt worden. Der Ausschuss folgte damit weitgehend den Vorschlägen der Verwaltung für eine Stellungnahme der Stadt zum laufenden Planfeststellungsverfahren.

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Duderstadt. Nur der Vertreter der Grünen, Wolfgang Hirschfeld, stimmte dagegen. Lothar Dinges (WDB) und Doris Glahn (SPD) enthielten sich der Stimme.

In der Stellungnahme wird der Fortgang der Planungen begrüßt und auf die enge Abstimmung zwischen Straßenbauverwaltung und Stadt verwiesen. Die Kernpositionen der Stadt seien umgesetzt. „Wir brauchen die Umgehung“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU).

Die Positionen des Stadtrates seien aufgenommen.  Die Voraussetzungen für eine Entwicklung des Standortes würden geschaffen, künftig könne in 20 Minuten der Nord-Campus der Göttinger Uni erreicht werden.

 „Wir sehen das völlig anders“, sagte Hans-Georg Schwedhelm (Grüne). Prognosen seien nicht eingetreten. Die Landschaft werde nicht wiederzuerkennen sein. Selbst, wenn man die Argumente der Grünen teile, sei eine Umgehung „alternativlos“, erklärte Lothar Dinges (WDB). Doris Glahn stimmte Dinges zu.  Die Trassenführung sei nicht optimal und werde große Einschnitte mit sich bringen.    

Noch offen ist, ob der Südteil weiter als sogenannter vordringlicher Bedarf auch in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Die Stadt bittet in ihrer Stellungnahme die Länder Niedersachsen und Thüringen, sich dafür einzusetzen.

Der Leiter des Geschäftsbereichs Goslar der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Günter Hartkens, berichtete, dass rund 90 Einwendungen zu den Plänen eingegangen seien, viele davon in gleichlautender Weise, wie sie von den Grünen vorbereitet worden seien. Die Punkte würden schriftlich beantwortet. Voraussichtlich Ende des Jahres soll es einen Erörterungstermin geben. Ein Planfeststellungsbeschluss sei Ende 2016 möglich, so Hartkens.

Das ebenfalls umstrittene Konzept für die Fußgängerzone in Duderstadt wurde kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen und auf die nächste Ausschusssitzung am Dienstag, 12. Mai, um 16.30 Uhr im Stadthaus geschoben. Zuerst soll der Ortsrat gehört werden.

Hinweise der Stadt
Nach Forderungen aus Gerblingerode und Teistungen fordert nun auch die Stadt ausdrücklich, dass weitere Anbindungsmöglichkeiten an die neue B 247 geprüft werden müssen zur „bestmöglichen Zukunftsentwicklung“. In den neuesten Plänen ist eine Anbindung zwischen Gerblingerode und Teistungen nicht mehr vorgesehen. Die Stadt bittet außerdem darum, einen Weg für die Erstattung der von ihr aufgewendeten Planungskosten in Höhe von rund 500 000 Euro zu finden.  Das Geld sei nicht „versenkt“, so Bürgermeister Nolte. Der Stadtrat habe in hoher Einmütigkeit entschieden, die Kosten notfalls selbst zu tragen.
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©Richter