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Mensa-Krise in Duderstadt köchelt weiter

Mangelnde Akzeptanz Mensa-Krise in Duderstadt köchelt weiter

Für bis zu 300 Essen täglich ist die 2007 für 2,2 Millionen Euro für Gymnasium, Real- und Hauptschule errichtete Mensa am Schulzentrum Auf der Klappe. Zurzeit gehen dort trotz vierstelliger Schülerzahl allerdings nur rund 30 Essen über den Tisch.

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Nach Einführung des Online-Bestellsystems Mensa-Max, Caterer-Wechsel und Preiserhöhung nagt die Mensa mangels Akzeptanz der Schüler wieder einmal am Hungertuch.

Duderstadt. Nach Einführung des Online-Bestellsystems Mensa-Max, Caterer-Wechsel und Preiserhöhung nagt die Mensa mangels Akzeptanz der Schüler wieder einmal am Hungertuch. Schlangen bilden sich nur noch vor dem Kiosk.

Ohne Smartphone läuft bei den Schülern nichts mehr. Das vom Landkreis Göttingen eingeführte Online-Bestellsystem bildet da offenbar eine Ausnahme und verleidet ihnen den Appetit. „Viele Schüler vor allem aus der Oberstufe wollen lieber spontan entscheiden und nicht online vorbestellen“, bestätigt Gymnasiallehrerin Ulrike Gschwendtner-Kamper vom Mensa-Ausschuss: „Wer das System nutzt, ist allerdings zufrieden und mäkelt nicht mehr.“ 

Die Schüler würden deshalb noch einmal auf die Zugangsdaten für Mensa-Max hingewiesen, immerhin steige die Anzahl der Essen langsam wieder an. Das Online-Bestellsystem sei unumgänglich: Das Küchenpersonal brauche Planungssicherheit, der Kreis einen Nachweis für Essenszuschüsse.

2013 wurden in der Mensa noch 13 788 Essen ausgegeben, 2014 nur noch 5838. Von September bis Dezember waren es im Schnitt nicht mehr als 20 Essen pro Tag. Das Salat- und das Nudelbuffet wurden deshalb eingestellt. Auch das schmeckt den Schülern nicht.

Neue Mensa-Runde im neuen Schuljahr

Betriebswirtschaftlich ist der Mensa-Betrieb für den Caterer Frisch-Menü aus Teistungen, der auch die Pestalozzischule beliefert und dessen befristeter Vertrag zum Schuljahresende ausläuft, eine Gratwanderung. „Wenn der Kiosk nicht wäre, würde es eng“, sagt Mitarbeiterin Gabriele Büschleb und betont, wie wichtig die Vorausplanug sei: „Auf blauen Dunst kochen geht nicht.“

Neben einem Wochenmenü gibt es inzwischen zwei täglich wechselnde Gerichte, von denen eines vegetarisch ist. Ab April soll es zusätzlich ein Salatmenü geben.

Hinter den Kulissen zieht der Landkreis bereits die Strippen für eine neue Mensa-Runde im neuen Schuljahr. „Aufgrund vergaberechtlicher Vogaben wird zum 1. August eine Neuvergabe der Mittagsverpflegung erfolgen“, teilt Kreisrat und Schuldezernent Marcel Riethig mit: „Wesentliches Kriterium wird neben dem Preis die Qualität des Essens sein – und hier reden die Schulen mit.

Sie sind in die Bedingungen für die Auswahl des Caterers eingebunden.“ Nähere Informationen soll es im Kreisschulausschuss am 12. Februar geben.

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©Richter