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Mensch und Natur profitieren von Bürgerarbeit

Naturschutzbund Mensch und Natur profitieren von Bürgerarbeit

Auf dem Foto in Bernhard Wiesemüllers Händen ist es deutlich zu erkennen: In der Streuobstwiese ist es lichter geworden. Dem Stückchen Natur in der Seulinger Gemarkung Am Schalksweg tut die Arbeit gut: Bürgerarbeiter haben die Pflege übernommen.

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So sah es hier noch vor kurzem aus: Biologe Bernhard Wiesemüller zeigt ein Bild in der Seulinger Streuobstwiese.

Quelle: Thiele

Eichsfeld. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Gruppe Untereichsfeld, zeichnet für den Einsatz verantwortlich. Das Modellprojekt Bürgerarbeit, gefördert vom Europäischen Sozialfond (ESF), steckt dahinter. Eine Streuobstwiese auf einer Fläche von rund einem Hektar mit zirka 100 Apfelbäumen soll revitalisiert werden. Auch an anderen Stellen im Altkreis Duderstadt, beispielsweise am Weinberg bei Duderstadt (Tageblatt berichtete), werden solche Arbeiten ausgeführt.

In Kooperation mit dem Landkreis Göttingen und weiteren Institutionen, unter ihnen die Heinz-Sielmann-Stiftung und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB), beschäftigt der Nabu seit März dieses Jahres drei Personen im Modellprojekt Bürgerarbeit. Ebenso wie Klaus-Peter Diete und Engelbert Wedekind, beide gelernte Dachdecker, die längere Zeit arbeitslos waren, ist auch der promovierte Biologe Wiesemüller ein Bürgerarbeiter.

Die Stelle des 44-jährigen Nesselröders ist auf zweieinhalb Jahre befristet. Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit zählt die Kartierung von Naturschutzflächen und Streuobstwiesen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit des Nabu Untereichsfeld samt Internetauftritt liegt ihm am Herzen. Mit Schulen und Kindergärten sowie und interessierten  Gruppen und Vereinen möchte der Eichsfelder intensiv zusammenarbeiten.

„Ohne Sponsoren wäre das Modellprojekt Bürgerarbeit nicht möglich“

„Ohne Sponsoren wäre das Modellprojekt Bürgerarbeit nicht möglich“, stellten am gestrigen Mittwoch Reinhard Karlen und Hans-Hugo Bernhard vom Nabu Untereichsfeld in der Streuobstwiese bei Seulingen fest. Karlen, der in Fuhrbach wohnt, ist der Projektbeauftragte für die Bürgerarbeitsplätze. Bernhard ist zweiter Vorsitzender der regionalen Nabu-Gruppe, der 133 Mitglieder angehören.

Anlass für das Treffen war die Übergabe einer Spende: Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, vertreten durch Kathleen Melz und Jasmin Karaschewski, unterstützt die Arbeit der Natur- und Umweltschützer: Für einen Scheck in Höhe von 15 000 Euro bedankten sich Karlen und Bernhard.

Beim Termin mit dabei war der stellvertretende Landrat Reinhard Dierkes (SPD). Der Landkreis und das Jobcenter sind mit im Boot, wenn es darum geht, durch Bürgerarbeitsplätze Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu bieten und sie möglichst bald wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dierkes würdigte die Arbeit des Nabu Untereichsfeld und stellte die Vorzüge des Projekts Bürgerarbeit heraus: „Sie dient der Landschaftspflege unserer Dörfer.“ Ulrike Stützer ist seitens der Kreisvolkshochschule Göttingen, Außenstelle Duderstadt, ins Modellprojekt Bürgerarbeit eingebunden. Sie bezeichnete gestern die Voraussetzungen, die die Bürgerarbeiter mitbringen, als „optimal für den Nabu“.

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