Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Mikrowellen gegen Holzwürmer und Schwämme

Erfindermesse Mikrowellen gegen Holzwürmer und Schwämme

Tierische und pflanzliche Schädlinge wie Holzwürmer, Schwämme und Schimmelpilze machen vielen Bauwerken zu schaffen. Eine chemiefreie Methode zur Bekämpfung setzt Eckehart Rieth aus Reinholterode ein: Mikrowellen. 

Voriger Artikel
Lehrgang im Fach Hauswirtschaft abgeschlossen
Nächster Artikel
Müllkippe in Rhumeaue

Mit seinem Holzwurm-Radargerät: Bauingenieur Eckehart Rieth.

Quelle: Pförtner

Bei der 37. Internationalen Erfinderfachmesse Anfang dieses Monats in Genf ist der Bauingenieur aus dem Obereichsfeld mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Prämiert wurde seine Erfindung, die er selbst als „Holzwurm-Radargerät“ beschreibt. Larven von Schädlingen lassen sich mittels Ultrabreitbandsensoren in Fachwerkbalken und Fassaden lokalisieren – um sie dann gezielt mit Wärme bekämpfen zu können.

Der Schädlingbekämpfung durch Wärmebehandlung geht Rieth bereits seit zwölf Jahren nach. Seit neun Jahren setzt der 57-jährige gebürtige Erfurter, der in Reinholterode ein Ingenieurbüro und eine Baufirma betreibt, Mikrowellen beziehungsweise Radiowellen ein. „Das Holz wird erwärmt, das tierische Eiweiß gerinnt und die Würmchen verenden“, erläutert der Bauwerks- und Holzschutzgutacher, der auch Tüv-Gutachter für Schimmelpilze und Sanierung ist. 

Auf die Beseitigung von Schimmel, Schwamm und  Holzwurm sowie auf Abdichtung und Trockenlegung bei Wasserschäden ist Rieth spezialisiert. Die gift- und chemiefreie Vorgehensweise,  „die umweltneutrale Detektion und Bekämpfung von Holzschädlingen“, stellt er besonders heraus.  Einen Kindergarten in Berlin hat der Wahl-Eichsfelder beispielsweise von Hausschwamm befreit. Zu seinen  Referenzobjekten zählt auch die Helios-Klinik in Bleicherode. 

Mit Rolli im Einsatz

Mit einer Art Metall-Rolli samt Sensoren und Mikrowellengeräten rückt Rieth an, wenn es Insekten und Pilze zu bekämpfen gibt. Dicht am Fachwerk oder der Fassade aufgestellt, werden Insekten mittels Ultrabreitbandsensoren aufgespürt und durch lokal wirkende Mikrowellen gezielt abgetötet. Die Methode arbeite mit einer lokalen Behandlung der befallenen Stellen. Das erspare einerseits eine enorme Menge an Energie im Vergleich zu gängigen Methoden, bei denen ganze Gebäude einer Wärmebehandlung unterzogen würden, erläutert der Experte. Andererseits könnten auch Verfahren abgelöst werden, bei denen umweltschädliche Insektizide und Pestizide eingesetzt würden. „Durch die Insektensuche mit dem Ultrabreitbandsensor sind wir in der Lage, gezielt Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen und sie auch nachzukontrollieren“, sagt Rieth. Die Ultrabreitbansensoren verbesserten und revolutionierten das Verfahren.

Mehr Informationen: Rieth Spezialbau GmbH, Telefon 036085/40638, Mobil 0170/4043664.

                                                                                                                          Von Heinz Hobrecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Duderstadt
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter