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Millioneninvestition in Duderstadts Innenstadt

Stern-Parkplatz und Gebäudekomplex werden umgebaut Millioneninvestition in Duderstadts Innenstadt

Der Stern-Parkplatz und der angrenzende klassizistische Gebäudekomplex mit Passage zur Marktstraße haben sich in eine Großbaustelle verwandelt. Augenoptikermeister Frank Bauer (Dräger & Heerhorst) investiert rund 2,5 Millionen Euro in die Umgestaltung des Parkplatzes und die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses. Zuschüsse gibt es nicht, da das Gebäude nicht im Städtebaufördergebiet liegt.

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Kann auch in der Bauphase teilweise weiter genutzt werden: der Stern-Parkplatz zwischen Hinterstraße und Marktstraße.

Quelle: Richter

Duderstadt. Der nach dem Stadtbrand von 1852 errichtete Fachwerkbau mit Putzfassade ist seit einem Jahr als Einzeldenkmal deklariert.

„Und so behandeln wir es auch“, betont Wolfgang Nolte (CDU): „Nach vielen Gesprächen, in denen wir uns auch gerieben haben, haben wir eine für alle Seiten trag- und zukunftsfähige  Lösung gefunden.“ Bei archäologischen Vorarbeiten für das eng mit der Denkmalpflege abgestimmte Bauprojekt wurden Keramiken gefunden, Fundamente aus der Renaissance- und Barockzeit freigelegt. Die werden wieder verfüllt, wenn der Parkplatz umgestaltet wird.

Von den rund 50 Stellplätzen bleibt gut die Hälfte in der Bauphase verfügbar, nur im Frühjahr wird eine mehrwöchige Sperrung nötig sein. „Die Parkplätze sollen größtenteils weiterhin den Innenstadtkunden zur Verfügung stehen“, betont Bauer, der eine Schrankenanlage plant.

Zahl der Parkplätze soll steigen

Trotz optischer Auflockerung mit Grünflächen und Verbreiterung der Parkbuchten soll die Zahl der Stellplätze sogar leicht steigen. Damit es künftig keinen Pfützen-Slalom mehr gibt, wird eine Rigole zur natürlichen Entwässerung angelegt.

Der jetzige Durchgang zur Marktstraße wird überbaut und dem Optiker-Fachgeschäft zugeschlagen, vom neuen Durchbruch aus soll das alte Eichen-Treppenhaus einsehbar sein. In den drei Vollgeschossen und dem Dachgeschoss, das gaubenfrei bleibt, werden marode Balken ausgebessert, Sprossenfenster erneuert.

Für die energetische Dämmung und Heizung in dem Baudenkmal wurde ein Extra-Gutachter eingeschaltet. Die seit Jahren leerstehenden Wohnungen werden neu zugeschnitten. In eine der fünf über einen Aufzug erreichbaren Wohnungen mit Dachterrassen und Balkonen wird Bauer selbst einziehen. Die rückseitige Fassade wird teilweise Innenwand eines Anbaus mit Gründach, der prägnante Treppenhausturm aus Fachwerk bleibt erlebbar.

Weiteren Glanzpunkt setzen

Nach dem Umzug von Haushaltsgeräte-Wiegmann in den ehemaligen „na und“-Laden in der Marktstraße 50 holt Bauer als neuen Geschäftsmieter Jeans Fritz von der Peripherie in die Innenstadt zurück. Dieser „einmal umgedrehte Trend“ freut Nolte ebenso wie das gesamte Projekt, das „einen weiteren Glanzpunkt in der Innenstadt setzt“. 

Architekt Jochen Görres  spricht von einer besonderen Herausforderung, in einem alten Gebäude modernes Wohnen mit nostalgischem Charme zu ermöglichen.

Die Wohnungen und Geschäftsräume in dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex sollen voraussichtlich bis August 2015 fertiggestellt und beziehbar sein. Bis dahin weicht Dräger & Heerhorst direkt gegenüber in den Geschäftsraum in der Marktstraße 28 neben dem Hotel Zum Löwen aus, der zuvor leer stand.

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©Richter