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Mingeröder Brasilienhilfe erzielt nachhaltige Reformen

Mingeröder Brasilienhilfe erzielt nachhaltige Reformen

Eigentlich ist es einem Zufall zu verdanken, dass die Mingeröder Brasilienhilfe überhaupt existiert. Vor drei Jahren halfen Linda Beck und Marcel Kurth für sechs Monate in den brasilianischen Kinderheimen, die vom deutschen Padre Bene in Recife und Arapiraca geleitet werden. Dabei merkten sie schnell, dass es an vielen Ecken fehlte, um den Straßenkindern einen halbwegs sicheren Rahmen zu bieten und sie mit dem Nötigsten zu versorgen.

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 In der Kindertagesstätte in Recife kann dank der Brasilienhilfe Mingerode Nachhilfeunterricht für die Straßenkinder angeboten werden.

Quelle: EF

Mingerode. Wegen geringer Spendengelder waren die Einrichtungen in einem schlechten Zustand.

 Als die beiden jungen Mingeröder ihren Freunden in der Heimat von den Zuständen und vor allem von den Kindern erzählten, folgten Christopher Gatzemeier, Benedikt Beck und Andre Schwedhelm mit Koffern voller Werkzeug, Bohrmaschinen und Schweißgeräten. In ihren privaten Urlaubswochen haben die Mingeröder die Gebäude renoviert, Spielgeräte aufgebaut, sanitäre Einrichtungen instand gesetzt und den Kindern vorgelebt, was mit Teamarbeit, Eigeninitiative und handwerklichem Geschick zu erreichen ist.

Wieder in der Heimat angelangt, wollten sie die Unterstützung für die Kinder nicht einfach im Sande verlaufen lassen und gründeten kurzerhand die Mingeröder Brasilienhilfe. Diese Initiative hat sich in wenigen Jahren zu einem dauerhaften Erfolgskonzept für die Heime des Padre Bene entwickelt. Es entstanden Möglichkeiten für Ausbildung, Sport, Nachhilfe und viele weitere nachhaltige Reformen. Sogar das Fernsehen hat nach einem Artikel im Tageblatt über die Initiative berichtet.

„Wir haben ein Spendenkonto über die katholische Kirchengemeinde Mingerode eingerichtet. Inzwischen erhalten wir Unterstützung aus ganz verschiedenen Richtungen“, sagt Schwedhelm. So seien Erlöse aus Benefiz- und Schulveranstaltungen, Privat- und Firmenspenden eingegangen. Damit die Spender auch verfolgen können, was mit ihrem Geld passiert, stellt Padre Bene regelmäßig die Renovierungsarbeiten, Anschaffungen und Entwicklungen in den Heimen auf seiner Homepage vor.

Die Kolpingfamilie Mingerode zeigte sich von der Brasilienhilfe so begeistert, dass sie 2014 zusammen mit dem Bezirksverband Untereichsfeld beschlossen hat, die Erlöse ihrer alljährlichen Altkleidersammlung ebenfalls hierfür zu spenden. „Aber um die Brasilienhilfe noch besser zu fördern, hat die Kolpingfamilie Mingerode nun die Altkleidersammlung aufgestockt. Statt nur einmal im Jahr, können jetzt jederzeit gebrauchte Kleidungsstücke abgegeben werden“, erklärt Schwedhelm erfreut. Mingeröder werden also aufgerufen, ihre Altkleider bei Matthias Otto, Am Knick 21 (Telefon 0 55 27 / 26 12), oder bei Hans-Georg Kopp, Zum Suthfeld 14 (Telefon 0 55 27 / 12 94), abzugeben und damit die Brasilienhilfe zu unterstützen. Auf private Kosten wurden Flugblätter gedruckt und in den Haushalten verteilt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Zudem wurden Faltblätter verteilt, die ebenfalls über die Fortschritte in den Kinderheimen des Padre Bene in Brasilien informieren.

Weitere Infos bei padre-bene.de oder bei kirche-duderstadt.de.

Von Claudia Nachtwey

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