Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Mingeröder Bürger und Ratsmitglieder wollen Dorfleben gestalten

Poststelle und Mittagstisch Mingeröder Bürger und Ratsmitglieder wollen Dorfleben gestalten

Kaffeebar, Poststelle und Dorfladen sind in Mingerode Synonyme für zukunfstweisendes Handeln. Die Herausforderungen des demografischen Wandels sind in Eichsfelder Orten zentrales Thema. Mingerode bildet da keine Ausnahme, allerdings wollen engagierte Bürger und Ortsratsvertreter von Unabhängigen, SPD und Grünen mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten dagegensteuern.

Voriger Artikel
Examen an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Martini
Nächster Artikel
Dunkler Audi führt zu Verunsicherung im Bereich Duderstadt

Stärkt die Dorfgemeinschaft und soll erhalten bleiben:  Lindenallee mit der angelegten Boule-Bahn.

Quelle: Thiele

Mingerode. Im Rahmen der  ersten „Zukunftswerkstatt Mingerode 2030“ haben rund 30 Mingeröder im Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller den Einstieg in eine kontinuierliche Zusammenarbeit gewagt.

„Wie stellen wir uns unser Dorf im Jahr 2030 vor?“: Die Frage nach der individuellen Vorstellung von Zukunft bildetete für die Werkstatt-Teilnehmer den Ausgangspunkt für Visionen und Wünsche. Zunächst wurde aufgelistet, was sehr gut in Mingerode ist und was nach den Vorstellungen der Diskussionsteilnehmer unbedingt bleiben sollte.

Breiten und schnellen Konsens gab es beim Fazit, dass der Ort große Stärken besitze: Grundschule, Open-Air-Konzert, die Lindenallee, Schlachter und Bäckerladen seien unverzichtbare Bestandteile der Infrastruktur.

„Was soll so nicht bleiben“

Deutlich breiteren Raum nahm die Entscheidungsfindung zur Frage „Was soll so nicht bleiben“ ein. Dabei, so Ratsherr Hans Georg Schwedhelm (Grüne), gehe es nicht um die große Weltpolitik, sondern um machbare, kleine Schritte, die gemeinsam im Ort aufgegriffen werden sollen und wo jeder einen Beitrag leisten könne.

Ein Dorfladen, ergänzt durch Kaffeebar und Poststelle ist der Wunsch vieler Mingeröder. Allerdings solle es sich dabei nicht um einen kleinen Discounter handeln, denn mit den Preisen der bekannten Discounter könne ein Dorfladen sowieso nicht mithalten. Qualitativ gute Lebensmittel und Produkte örtlicher Anbieter würde sich die Mehrzahl der Diskussionsteilnehmer einem Durchschnittsangebot vorziehen.

„Die Gruppe der Über-60-Jährigen wird im Jahr 2030 in der Mehrheit sein“, verdeutlichte Schwedhelm, der gemeinsam mit Guntram Czauderna die Zukunftswerkstatt moderierte. Diese Entwicklung spielte bei der anschließenden Diskussion über ein Tagespflege-Angebot eine zentrale Rolle.

Keine Kneipe dafür Dorfgemeinschaftshaus

Ziel sollte es sein, so die Anwesenden übereinstimmend, dass ältere Einwohner so lange wie möglich die Chance haben müssten, in ihren eigenen Häusern oder Wohnungen bleiben zu können. Als Einstiegsangebot wurde dazu ein Mittagstisch für ältere Mingeröder angeregt.

Unbedingt genutzt werden sollte auch die Chance, die sich mit der Umgestaltung des ehemaligen Gasthauses Ratskeller zum Dorfgemeinschaftshaus dem gesamten Ortbiete. „Mingerode hat jetzt keine Kneipe mehr, sondern ein Dorfgemeinschaftshaus. Und das muss jetzt mit Leben gefüllt werden“, appellierten Moderatoren und Teilnehmer an alle Mingeröder.

Mithilfe der Homepage des Ortes, einem Veranstaltungskalender und dem Schaukasten der Gemeinde könne außerdem die Kommunikation untereinander verbessert werden.

Bei der darf Zukunftswerkstatt intensiver diskutiert

Unstrittig war ebenfalls die notwendige Stärkung der Dorfgemeinschaft. Gerade dieser Punkt, so die Teilnehmer, solle beim nächsten Treffen der Zukunftswerkstatt intensiver diskutiert werden. Kritisch angemerkt wurde dazu, dass die Kirmes seit Jahren nicht mehr gefeiert worden sei und dass kulturelle Angebote für die unterschiedlichen Altersgruppen fehlen. Auch zu diesem Punkt will man gemeinsam Lösungen erarbeiten und bereits kleinere Projekte auf den Weg bringen.

So groß der Konsens hinsichtlich der Verbesserung des Dorflebens ist, so gibt es im Ort auch Themen, die unterschiedlich bewertet werden. Kritisch beleuchtet wurden der Bau der Umgehungsstraße, den nicht alle Mingeröder unterstützen, die Ausweisung neuer Baugebiete sowie das „Lagerdenken“ im Ortsrat der Gemeinde.

Das nächste Treffen zur Zukunftswerkstatt ist für Freitag, 28. November, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus geplant.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter