Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Mini-Weihnachtsmarkt: Erlös soll an Lebenshilfe gehen

Glühwein in Selbstbedienung Mini-Weihnachtsmarkt: Erlös soll an Lebenshilfe gehen

„Wieso Ausschank? Das ist Selbstbedienung.“ Tamer Tokaci ist überzeugt davon, dass sein nunmehr um Kannen mit Glühwein, Punsch und Gebäck erweiterter Mini-Weihnachtsmarkt vor der Alten Backstube an der Unterkirche nicht gegen die Auflagen der Stadtverwaltung verstößt.

Voriger Artikel
Adventskonzert füllt Duderstädter St.-Cyriakus-Kirche
Nächster Artikel
Pfadfinder bringen Friedenslicht aus Bethlehem nach Duderstadt

Ausschank? Selbstbedienung: Außenbereich der Alten Backstube.

Quelle: Richter

Duderstadt. Diese hatte ihm zunächst gar nicht erlaubt, seinen Außenbereich zu nutzen, um dort Gästen auf 15 Quadratmetern Platz für Glühwein und Weihnachtsmarktatmosphäre zwischen zwei Tannenbäumen zu bieten.

Dann gab es einen Kompromiss: Die Deko und fünf Stehtische dürften bis Ende des Jahres bleiben, wenn der Rindenmulch entfernt würde und kein Ausschank im Außenbereich stattfinde, teilte die Stadt Tokaci mit. Dieser entsorgte den Bodenbelag und verkaufte fortan drinnen Glühwein, der draußen getrunken werden konnte. Auf seinen ursprünglich geplanten Bratwurstgrill verzichtete der Betreiber zweier Kneipen in Duderstadt.

Nun also Glühwein in Selbstbedienung. „Ich habe so viele positive Reaktionen bekommen, seit die Stadt die Erlaubnis erteilt hat, dass ich meinen Gästen nun noch etwas mehr Komfort bieten möchte“, erklärt Tokaci, der auch in den sozialen Netzwerken als ideenreicher Innenstadtaufwerter beschrieben wurde. Er sei dankbar, dass der Kompromiss mit der Stadt zustande gekommen sei. „Wir wollen doch miteinander arbeiten“, sagte er.

Nun hoffe er darauf, dass zum einen seine neue Idee Anklang findet, und zum anderen im neuen Jahr Gespräche stattfinden können, um möglicherweise die Satzung zu ändern, an der seine Idee vom Mini-Weihnachtsmarkt scheiterte. Diese sieht Außengastronomie in der Marktstraße nämlich nur in den Sommermonaten vor – und das versteht der Gastwirt nun gar nicht. Sein neues, winterliches Angebot sei bereits am ersten Abend genutzt worden – warum sollte die Stadt also etwas dagegen haben?

Neben seinem „Beitrag zur Belebung der Innenstadt“ hat Tokaci bereits die nächste Idee in petto: Er denkt darüber nach, den Erlös aus seinem Glühweinverkauf an die Lebenshilfe zu spenden. Der Stadtverwaltung ist die einfallsreiche Auslegung der Kompromiss-Genehmigung durch den Gastwirt bekannt. Es soll nun geprüft werden, ob der Mini-Weihnachtsmarkt in der erweiterten Form der Satzung entspricht – und dann entschieden werden, ob er bleibt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter