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Minister Birkner bietet Hilfe an

Grünes Band Minister Birkner bietet Hilfe an

Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) will das Naturschutzprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal retten. Das hat er gegenüber dem Projektträger, der Heinz-Sielmann-Stiftung, deutlich gemacht. „Ich sehe aber Schwierigkeiten, die man ernst nehmen muss“, fügte er bei einem Besuch der Stiftungszentrale hinzu.

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Arbeitstreffen: Minister Stefan Birkner (r.) wird von Inge Sielmann und Stiftungsvorstand Michael Beier auf Herbigshagen begrüßt.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Gut zwei Wochen nachdem der Minister beim Besuch des Landvolks Göttingen Bedenken und den massiven Widerstand betroffener Grundeigentümer gegen das Projekt erlebt hatte, kam er zu einem Arbeitstreffen nach Gut Herbigshagen.

„Ohne die Landwirte geht es nicht“, wiederholte er dort sein gegenüber dem Landvolk geäußertes Bekenntnis.

Im Gespräch mit Inge Sielmann, Stiftungsvorstand Michael Beier und den Projektmitarbeitern Holger Keil und Maria Schaaf verschaffte sich Birkner einen Eindruck vom Stand des Projekts. Gut informiert und konzentriert gab er Hinweise auf mögliche Kompromisse und fragte nach den nächsten Schritten der Stiftung.

„Wir können nun mit Karten zu den Eigentümern und Pächtern gehen“, berichtete Keil. Das notwendige Datenmaterial sei komplett, nun könne konkret mit Landbesitzern über mögliche Maßnahmen gesprochen werden. Dabei geht es um Kauf oder Pacht von Flächen durch die Sielmann-Stiftung oder gemeinsame Maßnahmen mit den Land- und Forstwirten zur ökologischen Aufwertung der Flächen.

Birkner empfahl, das weitere Vorgehen mit dem Landvolk abzustimmen, er schlug organisatorische Änderungen vor, um glaubhaft Bedenken zu entkräften. „Was kann ich tun, um die Akteure zusammen zu bringen“, bot er seine Hilfe an. Er verabredete mit Stiftungsvorstand Beier, nach der nächsten Planungsrunde die Beteiligten nach Hannover einzuladen.

Vor seinem Gespräch bei der Sielmann-Stiftung wurde Birkner von Bürgermeister Wolfgang Nolte und Ehrenbürgermeister Lothar Koch (beide CDU) im Rathaus empfangen. Die Stadtspitze vermittelte dem Minister einen Überblick über die lokalpolitischen Themen. Nolte bat Birkner unter anderem um einen „Impuls“ beim geplanten Bau des Regenrückhaltebeckens im Hahletal. Der Minister bestätigte, der Hochwasserschutz sei landesweit die größte umweltpolitische Herausforderung der nächsten Jahre.

Die Bemühung der Stadt, ihren Strom- und Wärmebedarf in Zukunft aus erneuerbaren Energiequellen zu decken, begrüßte Birkner. Dies dürfe jedoch nicht als ein Abschotten gegenüber Energielieferungen von außen verstanden werden. Den eigenen Energiebedarf als Zielmarke für Strom- und Wärmeerzeugung zu setzen, sei jedoch „eine unterstützenswerte Idee und eine motivierende Größenordnung“, so der Minister.

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Rückenwind hat das Landvolk bei seinen Bedenken gegen das  Naturschutz-Großprojekt Grünes Band von Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) bekommen. Birkner hat am gestrigen Dienstag das Landvolkhaus in Rosdorf besucht und betont, dass das Projekt gegen die Eigentümer und Landwirte keinen Erfolg haben werde.

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