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Minister diskutieren in Duderstadt

Gesundheit Minister diskutieren in Duderstadt

Kaum ein Thema in Deutschland sorgt seit Jahren kontinuierlich für soviel Diskussionsstoff wie das Gesundheitswesen. Um die Zukunft des Gesundheitssystems drehen sich auch die 22. Duderstädter Gespräche des Kolpingwerk-Diözesanverbandes im Kolping-Ferienparadies Pferdeberg.

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Zukunft des Gesundheitssystems: Die Minister Philipp Rösler und Aygül Özkan sollen bei den Duderstädter Gesprächen diskutieren.

Quelle: dpa

In diesem Jahr nimmt an der stets prominent besetzten Gesprächsrunde neben einer Landesministerin möglicherweise auch ein Bundesminister teil. Wie Josef Teltemann vom Diözesanverband bestätigt, sei Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) angefragt. Anders als bei der Zusage von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) sei aber unklar, ob Rösler kommt oder sich durch einen Staatssekretär vertreten lässt.

Komplettiert wird das Forum mit Vorstellung unterschiedlicher Reformmodelle am Freitag, 4. März, ab 9 Uhr von den Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer (Grüne) und Bernhard Brinkmann (SPD) sowie dem Vorstandsvorsitzenden der AOK Niedersachsen, Jürgen Peter. Zuvor sollen in einem ersten Teil der Veranstaltung am Donnerstag, 3. März, die Grundlagen des derzeitigen Systems dargestellt und Reformnotwendigkeiten aufgezeigt werden. Experten sprechen über die Grundlagen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, die Rolle von Bund, Ländern und Kommunen, die ärztliche Versorgung in Stadt und Land sowie die Krankenhausversorgung.

Alle Reformmodelle seien danach zu beurteilen, ob sie medizinischen Fortschritt im Interesse der Patienten ermöglichten, den sozialen Ausgleich bewahrten und finanziell dauerhaft tragfähig seien, meint das Kolpingwerk. Die Institution will mit den Gesprächen eine gesellschaftliche Moderatorenfunktion zu sozialpolitischen Themen wahrnehmen.

Im Vordergrund steht dabei eine ganze Reihe von Fragen: Müssen neben lohnbezogenen Einkünften auch andere Einnahmen in die Beitragsberechnung einbezogen werden? Führt eine Gesundheitspauschale zu mehr Beitragsgerechtigkeit? Werden einzelne ärztliche Leistungen gesondert versichert und finanziert werden müssen? Führt eine Reform des Systems zu einer Zwei-Klassen-Medizin? Können sich nur noch vermögende Patienten teure Behandlungsmethoden leisten? Nachdem in den Vorjahren unter anderem der DGB und das Institut Brückenschlag Kooperationspartner waren, tritt das Kolpingwerk in diesem Jahr als Alleinveranstalter auf. Flyer sollen noch ausgelegt werden. Interessenten für die zweitägigen Duderstädter Gespräche könnten sich voraussichtlich ab Anfang Februar schriftlich anmelden – mit oder ohne Übernachtung, sagt Teltemann.

Anmeldeformulare sind beim Kolpingwerk in Hildesheim unter Telefon 051 21 / 307 44 22 zu erhalten.

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Hochaktuell und sozialpolitisch heikel ist das Thema der 23. Duderstädter Gespräche. „Arbeit für alle bei gerechtem Lohn – eine Illusion?“ Diese Frage wird am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. Februar, im Kolping Ferienparadies Pferdeberg diskutiert.

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