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Mit Donnerdose und Schlitztrommel unterwegs

Klangkünstler in Gieboldehäuser Schule Mit Donnerdose und Schlitztrommel unterwegs

Bereits seit einigen Jahren ist der Klangkünstler Reinhard Stille gern gesehener Gast im Gieboldehäuser Schulzentrum. In diesem Jahr waren es die Schüler der 5. Klassen der neu eingerichteten Kooperativen Gesamtschule (KGS) und die 6. Klassen der Realschule, die seinem Vortrag gebannt lauschen konnten.

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Fremde Klänge im Gieboldehäuser Schulzentrum: Reinhard Stille stellt den Schülern Instrumente aus aller Welt vor.

Quelle: OT

Wobei „Vortrag“ eigentlich der falsche Begriff für das Angebot von Reinhard Stille ist: Stille ist – im Gegensatz zu seinem Namen – ganz und gar nicht still, darüber hinaus ist bei ihm mitmachen statt nur zuhören angesagt.

Stille besitzt etwa 80 Instrumente aus der ganzen Welt, von denen er regelmäßig rund 30 in die Schulen mitbringt. Und so gab es am vergangenen Mittwoch neben der afrikanischen Schlitztrommel auch fernöstliche Klangstäbe zu bewundern und natürlich zu hören. Aufgereiht wie wartende Echsen boten sie bereits vor ihrem Einsatz ein beeindruckendes Bild für die gespannten Fünft- und Sechstklässler. Die große musikalische Bandbreite symbolisierten die irischen Harfe und ein eintönig-dröges Didgeridoo, das Instrument der australischen Aborigines.

Zu allen Instrumenten gab Stille zusätzliche Informationen über Herkunft, Bau, Bedeutung und Spielweise, die von den Mädchen und Jungen gut nachvollzogen werden konnten. Kam die afrikanische Schlitztrommel zum Einsatz, dann hatten alle tatsächlich den Eindruck, es klinge, als ob sich zwei Menschen angeregt und etwas schnatternd unterhielten. Und dass diejenigen Musiker, die den chinesischen Gong in ihrer Heimat regelmäßig zu spielen hatten, irgendwann taub werden mussten, das war allen Anwesenden nach einer Kostprobe auf diesem Instrument sehr schnell klar. Bereits eine äußerst zarte Behandlung des Gongs durch Klangkünstler Stille führte zu einem geradezu ohrenbetäubenden Lärm.

„Schön war, dass wir nicht nur zuhören mussten, sondern dass wir auch auf den Instrumenten spielen durften und so ihre äußerst unterschiedliche Klangfülle kennenlernen konnten“, lobte ein begeisterter Schüler abschließend.

Nicht nur als Bereicherung des Musikunterrichts empfanden die Lehrer Stilles Klangzauber. Darüber hinaus sei seine Vorstellung auch eine gute Möglichkeit, den eigenen Blickwinkel auf menschliche Kultur und Kulturen zu erweitern.

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©Richter