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Mit Fotofallen dem Wolf bei Breitenberg auf der Spur

Fotobeweis Mit Fotofallen dem Wolf bei Breitenberg auf der Spur

Bereits mehrfach wurde er gesichtet, der Wolf, der im Gebiet um Breitenberg herum streunen soll. Doch ein Bild gibt es bisher nicht von dem Tier. Um den Beweis zu liefern, dass es sich bei dem gesichteten Tier tatsächlich um einen Wolf und nicht etwa um einen wolfsähnlichen Hund handelt, nutzt Revierpächter Karsten Panczyk nun Fotofallen.

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Quelle: ef

Eichsfeld. Eigentlich habe er die Kameras angeschafft, um Zählungen von Wild in seinem Revier vornehmen zu können, berichtet der Immingeröder, der das Revier gemeinsam mit dem Gerblingeröder Jörg Wisotzki gepachtet hat. Es handele sich um Infrarotkameras, die mit einem Bewegungssensor ausgestattet sind. Er habe sie so eingestellt, dass sie in der Dämmerung auslösen, sobald sich ein Tier daran vorbeibewegt. „Wölfe sind nachtaktiv“, erklärt Panczyk. Außerdem habe er eine Einstellung gewählt, die nicht jede Maus registriere, sondern nur Bewegungen von Tieren in einer bestimmten Größenordnung registriere.

In den Nächten seit der Sichtung des Wolfes am Montagmorgen habe allerdings keine der Kameras, die alle mit einem GSM-Sender ausgestattet sind, das erhofte Bild geliefert. Stattdessen seien Rehwild, Dachse und Füchse auf den Bildern zu sehen, berichtet Panczyk. Verpasst haben kann er keine der Aufnahmen, da automatisch jedes entstandene Foto per E-Mail an ihn versendet werde.  Trotz des fehlenden Fotobeweises ist Panczyk überzeugt, es handele sich um einen Wolf. „Und es ist schön, dass er da ist“, sagt er. Oder aber war – denn immerhin seien die Reviere von Wölfen groß. Es könne also gut sein, dass sich das Tier nur „auf der Durchreise“ befunden habe.

Skeptisch hat sich mittlerweile Silvester Tamás, Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf des Naturschutzbundes Thüringen, geäußert. Er traue einem Jäger zu, einen Wolf von einem Hund zu unterscheiden. Ob dies aber auf eine größere Entfernung möglich sei, bezweifle er.

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©Richter