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Mit „Freistil“ durch die Zauberflöte

Lebenshilfe Eichsfeld Mit „Freistil“ durch die Zauberflöte

Puppenspiel und Schauspielerei haben sich auf unterhaltsame Weise vermischt bei der Theatergruppe „Freistil“ der Lebenshilfe Eichsfeld. Die Theatertherapeutin Gerdi Fricke hat mit etwa 15 Teilnehmern Stücke wie „Die Zauberflöte“ und „Der Zauberer von Oz“ einstudiert und plant weitere Auftritte.

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Duderstadt. Puppenspiel und Schauspielerei haben sich auf unterhaltsame Weise vermischt bei der Theatergruppe „Freistil“ der Lebenshilfe Eichsfeld. Die Theatertherapeutin Gerdi Fricke hat mit etwa 15 Teilnehmern Stücke wie „Die Zauberflöte“ und „Der Zauberer von Oz“ einstudiert und plant weitere Auftritte.

Freudige Aufregung war den Schauspielern in verschiedenen Altersstufen und mit unterschiedlichen Behinderungen anzumerken, als sie sich im Probenraum am Kutschenberg versammelten. „Die Zauberflöte“ hatten sie schon länger nicht mehr aufgeführt, aber Gruppenmitglied Agnes konnte sich noch gut an Handlung und Details erinnern und half den anderen auf die Sprünge. „Das ist die Höhle der Prüfung“, erklärte sie einen Teil des Bühnenbildes und verwies auf die Szene im zweiten Akt der Mozart-Oper, wo Tamino und Pamina die Höhle durchqueren müssen. Lange Texte brauchte niemand auswendig zu lernen.

Gerdi Fricke erzählte die zusammengefasste Handlung auf spannende Weise, Musik kam vom PC, Anja Wirth und Jeanette Rheinländer brachten Utensilien und die passenden Handpuppen zu entsprechenden Szenen und bereiteten die Darsteller auf ihren Auftritt vor. Wie sehr sich die Spieler mit ihren Rollen identifizierten, zeigte sich besonders in den Szenen, wo eigene Körpersprache mit Handlung und Gefühlswelt der Handpuppen übereinstimmte. So gab Sven, der Tamino spielte, seiner menschlichen Pamina beim Happy-End einen echten Kuss auf die Wange. Sebastian ist groß und stark, und während der Proben habe er sich mit seinen persönlichen Eigenschaften als passende Besetzung für die mächtige Königin der Nacht erwiesen, erklärte Fricke.

„Zur Vorbereitung haben wir Szenen aus dem Stück gemalt, um die Handlung und die Personen zu erfassen“, erklärte Fricke und zeigte die Zeichnungen der Schauspieler. Dabei sei über das Stück gesprochen worden, Fragen wurden geklärt und Pläne zu einzelnen Szenen geschmiedet.

„Im März haben wir im Lorenz-Werthmann-Haus den Zauberer von Oz aufgeführt, die Zauberflöte schon vor einem Jahr im Haus am Park“, berichtete Fricke über vergangene Auftritte in Seniorenheimen. Bald soll auch vor einem größeren Publikum gespielt werden: Beim Bürgerfest der Lebenshilfe, das vom 25. bis 27. August in der Duderstädter Innenstadt gefeiert wird, ist ein öffentlicher Auftritt geplant.

Als Theaterpädagogin hat sie verschiedene Trainings-Konzepte für Kinder und Erwachsene mit der Stolperstein-Theater-Therapie entwickelt. Sie versteht das Rollenspiel mit Einbezug aller Sinne vor allem als Stärkung, nämlich der sozialen Kompetenzen, bei der Wahrnehmung und dem Ausdruck von Gefühlen, als Erweiterung der Horizonte und Bereicherung des Lebens.

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©Richter