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Mit Geschichten Gemeinsamkeiten erkennen

Märchen der Völker Mit Geschichten Gemeinsamkeiten erkennen

Die Philippinen sind das literarische Reiseziel des Integrationsprojektes „Märchen der Völker“ im Jugendfreizeitheim (Jufi) gewesen. Alicia Otto, die von den Philippinen stammt und seit 36 Jahren im Eichsfeld lebt, gab Einblicke in das Land im Westpazifik, das aus mehr als 7000 Inseln besteht.

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Regina Steffens-Grosche, Alica Otto, Renate Schopferer (v.l.) zeigen einen traditionellen philippinischen Tanz.
 

Quelle: Soeren Kracht

Duderstadt.  Die Philippinen sind das literarische Reiseziel des Integrationsprojektes „Märchen der Völker“ im Jugendfreizeitheim (Jufi) gewesen. Alicia Otto, die von den Philippinen stammt und seit 36 Jahren im Eichsfeld lebt, gab Einblicke in das Land in der Südsee, das aus mehr als 7000 Inseln besteht.

Das Duderstädter Integrationsprojekt „Märchen der Völker“ soll Menschen verschiedener Nationen zusammenbringen. Die traditionellen Überlieferungen der Märchen geben Eindrücke von Kultur und Traditionen wieder, die auf den ersten Blick fremd und anders erscheinen als die Eichsfelder Lebensart. „Dabei erkennen wir gerade in den Märchen so viele Gemeinsamkeiten“, erläuterte Regina Steffens-Grosche, Integrationsbeauftragte der Stadt Duderstadt und Mitbegründerin von „Märchen der Völker“. Oft würden die Menschen feststellen, dass sie die Charaktere oder Handlungen eines Märchens kennen, obwohl es aus einem völlig anderem Kulturkreis stamme, so Steffens-Grosche. Märchen haben sich über Jahrhunderte weitergetragen und Grenzen überwunden, „und die menschlichen Werte, das Empfinden von Gut und Böse, ist überall auf der Welt gleich“, so die Mit-Organisatorin.

Menschen, die aus einem anderen Land stammen, aber nun im Eichsfeld leben, haben bei „Märchen der Völker“ die Gelegenheit, ihre Heimat vorzustellen. Und die Gäste bekommen einen Einblick in die Heimat ihrer Nachbarn, die nicht aus Deutschland stammen. „Im Eichsfeld leben Menschen aus etwa 80 verschiedenen Nationen. Mit dem Integrationsprojekt soll auf unterhaltsame Weise Vertrauen und Verständnis geschaffen werden“, sagte die Integrationsbeauftragte. Seit der Gründung vor rund sechs Jahren ist auch die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) am Projekt beteiligt.

Neben den Märchen als Verbindungsstück stellen die Menschen aus ihrer ursprünglichen Heimat Speisen, Trachten, Musik, Tänze, Glauben und Alltag vor. Alicia Otto präsentierte Hüte aus Palmenfasern und Bambus, Alltagskleidung aus Baumwolle und ein glitzerndes Tanzkleid, die Kimona. Die Gäste durften einen philippinischen Reiskuchen, zubereitet mit Kokosmilch und braunem Zucker, probieren. Ein philippinischer Tanz erforderte größte Konzentration der Beteiligten. Zwei Holzstäbe – eigentlich Bambusstäbe, hier ersatzweise Besenstiele – wurden von Steffens-Grosche und Mit-Organisatorin Renate Schopferer im Takt auf dem Boden gegeneinandergeschlagen, und die Tänzerin bewegte sich zwischen den Stäben, ohne sie zu berühren. Ein Film gab Einblicke über Land, Leute, Musik, Tradition und Sprache. Da es noch einige Filipinos in der Region gebe, die dieses Mal nicht dabei sein konnten, soll „Märchen der Völker“ zum Thema Philippinen im kommenden Jahr noch einmal stattfinden, versprach Steffens-Grosche. Ebenfalls einen neuen Termin im kommenden Jahr wird es für die Veranstaltung „Das alles ist Duderstadt“ mit Geschichten aus dem Eichsfeld geben, die in den Ferien wegen Hochwassers auf dem LNS-Gelände abgesagt werden musste.

Im zweiten Halbjahr 2017 geht es weiter am Donnerstag, 19. Oktober, um 15.30 Uhr im Jufi mit dem Thema Syrien.

Weihnachtlich wird es dann am Donnerstag, 14. Dezember, um 15.30 Uhr. Da sind die „Märchen der Völker“ zu Gast im Tabalugahaus, Marktstraße 84. Unter dem Titel „Weihnachten ...zuckersüß“ werden Weihnachtstraditionen vorgestellt. Zu allen Veranstaltungen gibt es nicht nur Geschichten und Märchen, sondern auch Einblicke in den modernen Alltag der vorgestellten Länder, in Landschaft, Kultur und Tradition.

Von Claudia Nachtwey

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