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Mit dem letzten „Seeburg Helau“ wird der Hering begraben

Seeburg Mit dem letzten „Seeburg Helau“ wird der Hering begraben

Die Totenglocke läutete. Die etwa 30 Trauergäste verließen nach dem gemeinsamen Heringsessen die Gaststätte Streicher und zogen durch die Straßen Seeburgs, Vor dem Anwesen der Familie Jünemann hielten sie inne.

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Quelle: Richter

Seeburg. Fackeln erhellten die kleine Grabstelle auf dem Hof, und Sargträger Patrick Bobbert, Vorsitzender des Karnevalsverein Seeburg, erhob seine vom Feiern heisere Stimme. „Morgen kommt dieser schreckliche Tag, den wir gar nicht aussprechen wollen.“ Die Rede war von Aschermittwoch. In Seeburg und anderen Gemeinden des Eichsfelds wurde der Karneval beerdigt.  Im Metallsarg lag der Hering (aus dem Angelshop) als Symbol der Faschingszeit, und als Grabbeigaben wurden ihm drei Schnapsfläschchen beigelegt, „damit die Freude beim Ausgraben größer ist“, verriet Bobbert. Am 11. 11. um 11 Uhr 11 nämlich wird alljährlich die Auferstehung des Karnevals gefeiert. Dann kehren die Seeburger zurück zur Grabstelle und werden sich erneut in die fünfte Jahreszeit stürzen. Doch für die vergangene Session verabschiedeten sie sich mit dem letzten dreifachen „Seeburg Helau“ – und gönnten sie sich noch ein Gläschen Glühwein auf dem Hof. ny/NR

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