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Mit der Kamera in der Natur

Schüler der Heinz-Sielmann-Realschule beteiligen sich an Filmprojekt Mit der Kamera in der Natur

Acht Schüler der Heinz-Sielmann-Realschule haben sich im Wahlpflichtkurs (WPK) Biologie an einem bundesweiten Filmprojekt zur biologischen Vielfalt beteiligt. „Dabei wurden die Teilnehmer auf der emotionalen Ebene abgeholt“, erklärt Lehrerin Birgitt Bonitz. „Das schafft man im Unterricht nicht.“

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Die Jugendlichen filmen die biologische Vielfalt.

Quelle: OT

Duderstadt. Die Teilnahme am Projekt erfolgte auf freiwilliger Basis. „Es ist wichtig, dass die Schüler dahinterstehen“, so Bonitz. Und so standen und saßen sie vier Tage hinter verschiedenen Kameras, um am Grünen Band Naturaufnahmen zu machen. Die Göttinger Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft ­(Gespa) stellte ihnen mit Oliver Krebs einen erfahrenen Kameramann zur Seite. Am ersten Tag erklärte er ihnen am Duderstädter Schwänchenteich die Technik. „Wir hatten eine richtige Profiausrüstung zur Verfügung“, berichtet Bonitz von Stand-, Schwenk- und Unterwasserkameras sowie einer Fotoausrüstung.

Nach der theoretischen Einführung ging es an die Praxis, zunächst an der Sielmann-Hütte nahe der Roten Warte. Am dritten Tag stand die Rhumequelle auf dem Programm, ehe zum Abschluss der Grenzstreifen am Grenzlandmuseum an die Reihe kam. „Die Aufnahmen erforderten manchmal viel Geduld“, erzählt die Lehrerin, die über die Heinz-Sielmann-Stiftung von dem Projekt namens „GreenCut“ gehört hatte. „Die Schüler berichteten mir, dass sie zum Beispiel zwei Stunden auf den Eisvogel gewartet haben.“ Hintergrund der Aktion sei, Schüler durch „Learning by doing“ an die Themen Nachhaltigkeit und biologische Vielfalt heranzuführen. „Auch wenn sich die Arbeit eben manchmal sehr zäh gestaltete.“ Aber da alle Teilnehmer freiwillig am Start waren, hätten sie auch den nötigen Eifer gezeigt.

Die Bedeutung der von der Biologielehrerin erwähnten emotionalen Ebene hatte auch Stiftungsgründer Heinz Sielmann immer in den Vordergrund der Stiftungsarbeit gestellt. Der 2006 verstorbene Tierfilmer hatte oft genug die Wichtigkeit betont, die Natur kennenzulernen, um dadurch bereit zu sein, sie auch zu schützen.

Die Dreharbeiten der acht Neuntklässler sind abgeschlossen. Nun schneidet Oliver Krebs den Film und stellt die Sequenzen zusammen. „Nach den Sommerferien wird das fertige Produkt bei der Heinz-Sielmann-Stiftung vorgestellt“, wartet Bonitz ebenso wie die Schüler schon jetzt ganz gespannt auf die Premiere ihres Films.

Jugendliche filmen biologische Vielfalt

Die Gesellschaft für Solidarität und Partnerschaft (Gespa) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Göttingen, Am Leinekanal 4. Zu ihren aktuellen Projekten zählt „GreenCut – Jugend filmt biologische Vielfalt“. Während dieses Umweltbildungs- und Kommunikationsprojektes für junge Menschen erstellt die Gespa bundesweit gemeinsam mit Jugendlichen 15 Filmbeiträge. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen diese in ausgewählten Schutzgebieten das Thema biologische Vielfalt unter verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit beleuchten.

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©Richter