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„Mitnehm-Bank“ für Senioren gesichert

Frauengruppe Gerblingerode „Mitnehm-Bank“ für Senioren gesichert

Einen Trödelmarkt im Fasanenweg hat die Frauengruppe des Ortes organisiert, um eine „Mitnehm-Bank“ für Senioren zu finanzieren. Das Wetter hat dem Flohmarkt zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht, Bank und Beiwerk sind aber dennoch gesichert

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Der Flohmarkt im Fasanenweg hat unter Regenschauern gelitten, Angelika Wachtel freut sich trotzdem: Bald können Autofahrer Senioren an einer Bank abholen.

Quelle: Arne Bänsch

Gerblingerode. Rund ein Dutzend Anwohner der Wohnstraße hatten am Sonntag ihre Einfahrten mit Verkaufsständen gespickt. Gerold Martschei bot wegen einer Haushaltsauflösung ein besonders üppiges Sortiment. Kleidung, Jagdtrophäen, Kaffeekannen und -mühlen, Bücher und Platten, Spielzeug, Aquarelle und Stiche, nostalgisches Geschirr und Messingwaren verschwanden aber schnell unter Plastikplanen, der Garage-Sell musste vorzeitig beendet werden.

Mit dem Flohmarkt wollte die Frauengruppe Besucher in den Fasanenweg ziehen, um aus dem Verkaufserlös von Kuchen und Getränken das Bank-Projekt zu finanzieren. Dafür hatte Ingrid Zellermann ihre Grundstückseinfahrt und Garage zur Verfügung gestellt und Biergarnituren aufgebaut.

„Die Resonanz war trotz des Wetters sehr gut“, sagt Initiatorin Angelika Wachtel: „Ab 16 Uhr war der Kuchen verkauft, und es wurden spontan Scones und Waffeln gebacken.“ Noch größer war ihre Freude über einen spontanen Anruf von der Volksbank Mitte, die eine ihrer blauen Bänke für das Projekt spenden will.

Von dem Fasanenweg-Erlös sollen jetzt ein blaues Gestell und Klappschilder für die Senioren-Bank angeschafft werden. Und damit die Anwohner doch noch zum Zuge kommen, soll der Flohmarkt kurzfristig bei Sonnenschein wiederholt werden, sagt Wachtel.

Die „Bitte-nimm-mich-mit-Bank“ soll an der Ortsdurchfahrt platziert, der Standort in der Dorfmitte noch festgelegt werden. Damit die Autofahrer wissen, wo es hingehen soll, wird neben der Bank ein Gestell mit Schildern montiert. Die Ziele - Stadtmitte, St.-Martini-Krankenhaus und Feilenfabrik - können die Senioren durch Klappschilder auswählen. Sicherheitsbedenken hat Wachtel nicht: „Die Senioren sollen selbst entscheiden, bei wem sie einsteigen.“ Das Projekt werde sich schnell im Ort herumsprechen, die Senioren würden überwiegend von Gerblingerödern mitgenommen.

Für das Rückfahrt-Problem will die Frauengruppe auch noch eine Lösung finden. Zumindest eine Taxi-Fahrt könne sich erübrigen oder Absprachen getroffen werden, sagt Wachtel: „Am Wochenende fährt kein Bus, ab Sonnabendmittag sind wir von der Welt abgeschnitten.“

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©Richter