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Mögliche Trasse durch das Eichsfeld

Projekt SuedLink Mögliche Trasse durch das Eichsfeld

Mit einem Informationsabend zum Thema „SuedLink“ hat die Stadt Duderstadt interessierte Bürger zu den Planungen auf einen möglichen Erdkabelverlauf informiert. In der Eichsfeldhalle standen Vertreter vom Übertragungsnetzbetreiber, vom Planungsbüro und von der Bundesnetzagentur Rede und Antwort.

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Angeregt diskutieren die Besucher die gezeigten Pläne zu den möglichen Trassenverläufen.

Quelle: Harald Wenzel

Duderstadt. „Die Kosten für Netzentgelte steigen rasant“, erklärte Thomas Wagner vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet, warum mit einem Erdkabel der Strom von Nordeutschland nach Bayern und Baden-Württemberg gebracht werden müsse. Das bestehende Netz sei seinerzeit konzipiert worden, um den Strom vom Kraftwerk in die Stadt zu transportieren. „Heute muss Strom weite Wege transportiert werden“, so Wagner weiter. Und das derzeitige Netz stoße an die Grenzen seiner Belastbarkeit. 2016 wurde nach Wagners Angaben rund eine Milliarde Euro ausgegeben, um das Netz stabil zu halten. Damit verbunden seien auch Abschaltungsaufforderungen an produzierende Unternehmen, welche dann finanziell ausgeglichen werden müssten. „In wenigen Jahren können wir mit rund vier Milliarden Euro pro Jahr rechnen“, sagte Wagner. SuedLink sei ein Projekt, um Strom von den Windparks im Norden in den Süden zu transportieren. „Es ist aber keine Einbahnstraße“, berichtet Wagner. „­SuedLink kann vier Gigawatt Strom transportieren und zehn Millionen Haushalte versorgen“, so Wagner.

Info

Umfangreiche Informationen zum Projekt auf suedlink.tennet.eu

Für den Stromtransport suche das Team einen möglichst kurzen Streckenverlauf. „Jeder der möglichen Korridore ist rund einen Kilometer breit“, erklärt Wagner. Für den Trassenverlauf würden später nur 30 Meter benötigt. Alle derzeit zur Wahl stehenden Varianten laufen durch den Landkreis Göttingen, zwei durch das Eichsfeld. Die Eichsfeldvarianten beginnen zwischen Lindau, Bilshausen und Bodensee und verlaufen in der Folge weiter zwischen Wollbrandshausen, Rollshausen und Gieboldehausen. Auf Höhe von Obernfeld gehen die beiden Verlaufsmöglichkeiten eigene Wege. Die eine führt zwischen Mingerode und Duderstadt hindurch nördlich von Ecklingerode ins thüringische Eichsfeld. Die zweite Variante pasüberquert nach seinem Verlauf zwischen Werxhausen, Desingerode, Nesselröden und Esplingerode, Westerode, Tiftlinge­rode, Immingerode hindurch bei Bleckenrode und Böseckendorf die Landkreisgrenze auf thüringisches Gebiet. Die Möglichkeiten seien vor allem durch den Harz im Osten und das Weserbergland im Westen stark eingeschränkt gewesen, erläuterte Landschaftsarchitektion Hanka Weidenmüller.

Bürgerbeteiligung

Frist bis 29. November: Für den SuedLink-Trassenverlauf stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Alle führen durch den Landkreis Göttingen, zwei davon durch das Eichsfeld. An der Entscheidungsfindung können sich Bürger beteiligen. „Hinweise können auf ­suedlink.tennet.eu eingegeben werden“, erklärt Thomas Wagner vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet. Im unteren Bereich der Seite gebe es die Weiterleitungen zur „Onlinebeteiligung“. Hinweise können auch per Mail an suedlink@tennet.eu geschickt werden. Wagner verspricht, dass jeder, der einen Hinweis gibt, Antwort bekommt, wenn er seine Kontaktdaten hinterlegt. Die Frist für die Hinweiseingabe endet am Dienstag, 29. November.

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