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Mongolisches Kind soll in Krebeck Hörgerät bekommen

Krebeckerin sucht Dolmetscher Mongolisches Kind soll in Krebeck Hörgerät bekommen

Ein Hörgerät für ihren zehn Monate alten Sohn will eine Familie aus der Mongolei in Deutschland anpassen lassen. Die Krebeckerin Edeltraud Knöchelmann hat alle dafür erforderlichen Kontakte vermittelt, erwartet die Familie am kommenden Donnerstag, sucht aber noch einen Dolmetscher.

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Sucht einen Dolmetscher für eine mongolische Familie: Edeltraud Knöchelmann aus Krebeck.

Quelle: Archiv

Krebeck. „Um mich mit der Mutter austauschen zu können, brauche ich für zwei bis drei Stunden jemanden, der Deutsch und Mongolisch spricht“, sagt Knöchelmann und erzählt von der abenteurlichen Vorgeschichte. Die Familie aus Ulan-Bator lernte sie über ein Internet-Spiel kennen. Auf einem geposteten Foto stellte Knöchelmann fest, dass deren Kind ebenso wie ihr eigener, inzwischen 13 Jahre alter Sohn mit der sogenannten Goldenhar-Krankheit geboren wurde. Wegen geschlossener Gehörgänge und fehlgebildeter Ohrmuscheln können die Betroffenen nur sehr gedämpft hören. Abhilfe versprach sich die mongolische Familie durch ein teil-implantiertes Gerät. Mit Hilfe einer des Deutschen mächtigen Freundin der Familie tauschten sich die Frauen über Skype aus, Knöchelmann wurde hellhörig. Ihr Sohn trägt seit dem vierten Lebensjahr ein Hörgerät, das keine Operation erforderte. Die 54-Jährige kontaktierte den Hörgeräte-Akustiker Reinhard Bagus aus Essen. Der erklärte sich zu ihrer Überraschung bereit, die Kosten in Höhe von rund 8000 Euro für Hörgerät und Anpassung zu übernehmen. Da das mit Abdruck oder Schablone problematisch gewesen wäre, setzte Knöchelmann alle Hebel in Bewegung, um die Familie nach Deutschland zu holen. Die Eichsfelderin schaltete die mongolische Botschaft in Berlin ein, der Konsul kümmerte sich um einen preiswerten Flug am kommenden Mittwoch. Bis dahin könne auch das letzte bürokratische Hindernis ausgeräumt werden, hofft sie. Denn trotz Kostenübernahme-Schreiben habe das Auswärtige Amt das beantragte Visum bislang noch nicht genehmigt. „Ich warte jede Minute auf grünes Licht“, sagt Knöchelmann mit Blick auf die Flugreservierung.

 

Die Familie aus der Mongolei könne in der Nacht zum Donnerstag in Berlin bleiben und werde vom Konsulat nach Krebeck gefahren. „Nach einer Übernachtung im Hotel Stadt Hannover in Germershausen, das einen günstigen Preis eingeräumt hat, fahren wir dann gemeinsam nach Essen“, sagt die Krebeckerin. Auf der Suche nach einem Dolmetscher hat sie neben der Göttinger Universität auch die Medien kontaktiert.

 

Falls alles klappt, benötigt sie am Donnerstag sprachliche Hilfe. Wer sowohl die deutsche als auch die mongolische Sprache beherrscht und bereit ist, Knöchelmann zu unterstützen, kann sich unter Telefon 0 55 07/9 12 24 bei ihr melden.

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©Richter