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Motorisierte Schätze beim 16. Oldtimer-Treffen in Pöhlde

Chrom, Rost und Pferdestärken Motorisierte Schätze beim 16. Oldtimer-Treffen in Pöhlde

Das 16. Oldtimer-Treffen des örtlichen Motorradsportclubs Pöhlde/Harz war auch dieses Jahr wieder ein Publikumsmagnet. Mehr als hundert Fahrzeuge aus dem 20. Jahrhundert standen zur Begutachtung der Besucher bereit.

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Quelle: Weseloh

Pöhlde. Unter schattenspendenden Bäumen, auf den kiesbedeckten Seitenstreifen und im Herzen des Platzes auf der grünen Rasenfläche parkten sie: Schmuckstücke aus dem vergangenen Jahrhundert, Prachtwagen aus aller Herren Länder – im Originalzustand oder liebevoll restauriert. Jedes einzelne der ausgestellten Stücke hatte seine eigene Geschichte, die die Besitzer auf Nachfrage gerne erzählten.

Der erste Blick fíel auf ein ganz besonderes Gefährt: den Horch DKW Wanderer 853 S Cabrio vom Duderstädter Helmut Ohnesorge. Der Straßenkreuzer stammt aus dem Jahre 1934, wurde teilrestauriert von Ohnesorge übernommen und dann mit gehörigem Aufwand in den makellosen Oldtimer verwandelt, der die Neugier der Besucher magisch anzuziehen schien.

Laut Ohnesorge seien nur etwa hundert Exemplare von diesem Modell produziert worden, wenige davon als Cabrio. „Über den Wert spreche ich nicht“, sagte Ohnesorge auf Nachfrage. Ein Bekannter, der neben dem Horch-Eigentümer stand, gab seine Meinung ab: „Mit einer halben Millionen Euro sind sie gut dabei“, schätzte er.

Traktoren, Volkswagen aus den 40er- und 50er- Jahren, amerikanische Musclecars wie der berühmte Ford Mustang und Modelle von Dodge und Cadillac, und vieles mehr gab es für den geneigten Autofreund zu entdecken. Die Liebe zum Detail war bei der Restauration der Oldtimer ein absolutes Muss. Das kann mitunter zu hohen Kosten führen, wie Klaus Bömeke, Besitzer eines VW, Typ 14 Karmann Ghia Coupé, bestätigte. „Früher waren Autos billiger“, sagte er.

Als sein Modell 1970 gebaut wurde, kostete der Wagen etwa 1500 deutsche Mark, heute könne eine Stoßstange 1500 Euro kosten. Das Fahrzeug befindet sich seit 1986 in Bömekes Besitz, ein Wagen gleichen Typs habe er davor schon einmal gefahren: „Bis der TÜV uns geschieden hat“. 

Von Kay Weseloh

©Weseloh

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