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Museumsverbund Südniedersachsen löst sich auf

Übernahme beschlossen Museumsverbund Südniedersachsen löst sich auf

Der Museumsverbund Südniedersachsen löst sich zum Jahresende auf. Im Duderstädter Rathaus stimmten die Mitglieder des Landschaftsverbandes Südniedersachsen darüber ab, die Aufgaben und Mitglieder des Museumsverbundes in den Landschaftsverband zu integrieren.

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Olaf Martin, Geschäftsführer des Landschaftsverbands Südniedersachsen, begründet die Übernahme des Museumsverbunds unter anderem damit, dass der Landschaftsverband in jüngerer Vergangenheit ohnehin immer mehr Aufgaben übernommen habe.

Quelle: Archivbild

Duderstadt. Der Museumsverbund ist 1990 aus einem museumspädagogischen Modellversuch heraus entstanden. Geschäftsführer Hans Lochmann erläuterte die Ziele, die in den vergangenen Jahrzehnten verfolgt wurden: Es sei eine umfassende Vernetzung angestrebt worden, um Forschungs- und Ausstellungsprojekte zu realisieren, Kooperationspartner zu finden, eine übergreifende personelle Betreuung zu ermöglichen oder die Verbindung zum Niedersächsischen Museumsverband zu stärken. Allerdings seien ab 2005 zunehmend Landesmittel gekürzt worden, sodass der Museumsverbund seine Dienstleitungen deutlich einschränken musste. „Hier hat in den vergangenen Jahren ohnehin der Landschaftsverband immer mehr Aufgaben übernommen“, erklärte Olaf Martin, Geschäftsführer des Landschaftsverbands, die Übernahme des Museumsverbundes. Dazu fasste Lochmann ebenfalls die Vorteile und Ziele zusammen: Eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Kulturbetriebe werde zunehmend angestrebt, die Netzwerke sollen erweitert werden, beispielsweise zwischen den Heimatforschern oder in der digitalen Welt. Es sollen flächendeckende Arbeitsgemeinschaften entstehen, die sich übergreifend mit zusammenhängenden Themen beschäftigen können, und Qualifizierungsmaßnahmen sollen gefördert werden.

 
Die Übernahme des Museumsverbundes machte beim Landschaftsverband eine Satzungsänderung nötig. Die begründete Martin einerseits mit der Kreisfusion 2016: „Damit würde ab 2017 der Beitrag eines Landkreises entfallen, und die kleineren Landkreise wie Holzminden und Northeim hätten die gleichen Stimmrechte wie der große Landkreis Göttingen mit dem ehemaligen Landkreis Osterode. Das muss geändert werden“, sagte der Geschäftsführer. Zum anderen sollen die vom Museumsverbund aufgebauten Leistungen für die Mitglieder auch im Landschaftsverband fortgeführt werden. Außerdem müsse das Verhältnis von Beitrag und Stimmrechten aufgrund der neuen Strukturen angeglichen werden. Den Textänderungen in der Satzung wurde von den stimmberechtigten Mitgliedern ebenso zugestimmt wie der Neufassung der Beitragsordnung, der Aufnahme der neuen Mitglieder und eines neuen Vorstandsmitglieds. Einziger Kritikpunkt kam vom Vertreter der Stadt Herzberg, Michael Nienstedt. Dank der neuen Beitragsordnung war eine gestaffelte Absenkung von Beiträgen für Herzberg vorgesehen, das bisher sowohl im Museumsverbund als auch im Landschaftsverband integriert war. Nienstedt begründete seinen Antrag auf sofortige Absenkung mit der schwierigen Haushaltslage der Stadt. Diesem wurde einstimmig stattgegeben.

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©Richter