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Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der Eichsfeldhalle

Hommage an Kultfilm Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der Eichsfeldhalle

Für viele Menschen gehört „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” ebenso zur Weihnachtszeit wie der Christstollen. Die tschechische Verfilmung des Grimms-Klassikers von 1973 hat längst Kultstatus erlangt.

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Klassiker mit modernen Tönen: Aschenbrödel (Julia Klemm, l.), der Prinz (Thorin Kuhn) und das Gefolge in der Eichsfeldhalle.

Quelle: Richter

Duderstadt. Doch imitieren wollten Stefan Zimmermann und Christian Auer von der a.gon Theaterproduktion den Kultfilm nicht mit ihrem gleichnamigen Musical, das die Duderstädter Theater- und Konzertvereinigung (TKV) auf die Bühne der komplett ausverkauften Eichsfeldhalle holte.

Das Musical zeigte ein selbstbewusstes, ökologisch denkendes Aschenbrödel, das den naiven Königssohn ins wahre Leben schubste. Aus dem bekannten Plot im modernen Gewand ist auch als Musical ein echtes Familienstück geworden.
“Ich bin total angeätzt”, klagte Aschenbrödel (Julia Klemm) über die Familienverhältnisse mit Stiefmutter und -schwester.

“Alter, Du bist doch völlig frustiert”, kämpfte der Prinz (Thorin Kuhn) den Generationskonflikt mit seinem Vater, dem König, aus. Nicht als Imitat des Films, sondern als humorvolle Hommage an eben diesen punktete das Musical. Durchaus ernst zu nehmen waren die musikalischen Leistungen der Darsteller.

Tanja Maria Froidl glänzte mit einem herausragenden Mezzosopran als Stiefmutter, Julia Klemm und Birgit Reutter, beide Absolventinnen der Bayerischen Theaterakademie August Everding, überzeugten als Aschenbrödel und Stiefschwester Dorchen, und Eva-Patrizia Klosowski trat nicht nur in verschiedenen Rollen in Erscheinung, sondern brachte zudem mit ihrer gut abgestimmten Choreografie Leben auf die Bühne.

„Märchen sprechen doch jedes Alter an”

Mit stürmischen Applaus wurde auch die vierköpfige Band mit Markus Schlesag am Bass, Christian Bihlmaier an der Violine, Peter Wegele am E-Piano und Michael Stark an der Gitarre bedacht. Letzterer mauserte sich  durch seine beeindruckende Flexibilität zum Publikumsliebling.

Wenn er nicht Gitarre spielte, trat er in diversen Nebenrollen auf die Bühne – auch im Reifrock als heiratswillige Hofdame. Das musikalische Thema der Filmvorlage blitzte in den Stücken des Musicals immer wieder auf und bot die Grundlage für die Neukompositionen des musikalischen Leiters Auer.

„Märchen sprechen doch jedes Alter an. Zur Adventszeit wollten wir etwas für die ganze Familie anbieten, und  Drei Haselnüsse für Aschenbrödel lieben doch alle”, resümierte Sabine Holste-Hoffmann als Geschäftsführerin der TKV. Die Rechnung ging auf.

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©Richter