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Musikalisches Gedenken an Max Reger

Johann-Sebastian Sommer spielt in Duderstadt Musikalisches Gedenken an Max Reger

Ein weiteres Glanzstück in der Reihe der Klosterkonzerte haben Musikliebhaber in der Liebfrauenkirche der Ursulinen erlebt. Der Cellist Johann-Sebastian Sommer erinnerte an das 100. Todesjahr von Max Reger.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Drei Suiten standen auf dem Programm, die G-Dur- und die d-moll-Suite von Reger, und die d-moll-Suite von Regers großem Vorbild Johann Sebastian Bach. Sommer führte die Konzertbesucher mit einer kurzen Moderation in die jeweiligen Besonderheiten der Stücke sowie in die Epochen der beiden Komponisten ein.

„Reger hat spätromantisch komponiert und die Umstellung in die Musik des 20. Jahrhunderts nicht wie andere Komponisten vollzogen. Aber er ist auch schon im Alter von 43 Jahren gestorben, konnte also die Musik des 20. Jahrhunderts nicht so viel miterleben“, erklärte Sommer. Zudem erfuhren die Gäste, dass zu Bachs Zeiten das Cello noch ein neues Instrument war, an dem sich der Komponist ausprobierte. Reger verehrte Bach und hat einige Werke seines Vorbilds neu bearbeitet. Auch für Regers Cello-Suiten habe Bach Pate gestanden, erklärte Sommer. Allerdings habe sich der etwa 200 Jahre später lebende Reger doch einige Freiheiten bei seinen Kompositionen erlaubt. So habe er in der G-Dur-Suite das Adagio schon nach dem Präludium gesetzt.

Als Zugabe gab es noch ein Stück des Komponisten und Cellisten Pablo Casals „für alle Menschen, die unter Diktatur und Terror leiden und aus ihrer Heimat fliehen müssen“, so Sommer. Schwester Ingeborg Wirz dankte dem Künstler und hoffte, ihn zu weiteren Konzerten in Duderstadt begrüßen zu dürfen.

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©Richter