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Nach Duderstädter Vorbild entsteht Einrichtung für Kinder in Brasilien

Tabalugahaus Nach Duderstädter Vorbild entsteht Einrichtung für Kinder in Brasilien

Während der Fußballweltmeisterschaft flimmerten Bilder über die Fernseher in der ganzen Welt, in denen ein Land in Freude und voller kultureller wie landschaftlicher Besonderheiten zu sehen war. Doch die Zuschauer sahen auch die andere Seite: Armenviertel mit hoher Kriminalitätsrate, in denen jeder Tag mit Zukunftsängsten verbunden ist.

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Erläutern die Pläne zum neuen Tabalugahaus-Projekt in Rio: Hans Georg Näder, Eva Hassmann und Peter Maffey (v. l.).

Quelle: Mischke

Berlin. Die zweitgrößte Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro, gehört zu den Brennpunkten, wenn es um Drogenhandel und Gewaltdelikte geht. Hier leben Straßenkinder, denen der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder und Deutschrock-Star Peter Maffay eine Perspektive geben wollen. Am Freitag haben die Initiatoren ihr Konzept für ein Tabalugahaus vorgestellt.

Schutzräume unter dem Begriff Tabalugahaus haben Näder und Maffay bereits in Duderstadt und Radelns, Siebenbürgen, eingerichtet. Für Rio entschieden sich die Initiatoren im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft.

„Diese Stadt bewegt und fasziniert mich immer wieder. Ich möchte etwas zurückgeben“, erklärte Näder am Freitag während einer Pressekonferenz auf dem Bötzow-Areal in Berlin. „Wir wollen beide etwas Bleibendes schaffen, das Straßenkindern eine Perspektive bietet.”

Ungewisse Zukunft

Mit ihrem Engagement wollen sie Kindern helfen, die unter schwierigen Lebensumständen in eine ungewisse Zukunft sehen: „Kinder können sich nicht aussuchen, wo und wie sie aufwachsen. Aber wir Erwachsenen können uns aussuchen, ob wir einfach zusehen oder das uns Mögliche an Hilfe bieten”, schilderte Maffay seine Motivation.

Um das Tabalugahaus Rio bekannt zu machen und Spenden zur Finanzierung zu sammeln, haben sich Maffay und Näder prominente Hilfe geholt: Die Künstlerin Eva Hassmann hat Bilder aus ihrer Serie „24 Hours, Santa Teresa Project” für eine Versteigerung zur Verfügung gestellt. Joachim Löw, Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, lieferte Signaturen dazu.

Die Einweihung des Tabalugahauses ist für 2016 geplant. Drei Projektphasen sind vorgesehen: Zunächst sollen Räume geschaffen werden, in denen Straßenkinder in einem regionalen Bildungsprojekt Sprach- und Computerkurse besuchen können.

Netzwerk aufbauen

Anschließend soll ein Netzwerk aus regionalen Partnern und brasilianischen Hilfsorganisationen wie der Ayrton Senna Foundation aufgebaut werden, um die Strukturen zu festigen und Kräfte zu bündeln.

„Das ist typisch für Hans Georg Näder“, erklärt Karsten Ley, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Ottobock. „Statt eines einmaligen Strohfeuers zu PR-Zwecken lässt er einem Projekt Zeit, sich zu entwickeln“, erklärt er. Nur dadurch könne eine Nachhaltigkeit erzielt werden.

Die Einweihung soll dann voraussichtlich vor Beginn der Paralympischen Spiele im August 2016 erfolgen – Näders Firma Ottobock begleitet die zweitgrößte Sportveranstaltung der Welt seit den Sommerspielen 1988.

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