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Nach Berlin: Bündnis sucht das Gespräch

Präsenz auf der Marktstraße Nach Berlin: Bündnis sucht das Gespräch

In Gedenken an die Opfer des Anschlags in Berlin und um darüber mit Duderstädtern ins Gespräch zu kommen, hat das Duderstädter Bündnis gegen Rechts am Mittwoch Präsenz auf der Marktstraße gezeigt. Die Sprecher warnten vor rechten Kräften, die den Anschlag für ihre Zwecke missbrauchten.

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Das Bündnis Duderstadt sucht nach dem Anschlag in Berlin das Gespräch.

Quelle: r

Duderstadt. Ursprünglich, berichtete Sprecherin Jennifer Ahlbrecht, sei der Stand angemeldet gewesen, um auf die Broschüre zur Ausstellung „Gesicht zeigen“ aufmerksam zu machen, die neuen Buttons zu verteilen und die Arbeit des Bündnisses vorzustellen. Nach Montagabend und nach der „Hetze“, so Ahlbrecht, in den sozialen Netzwerken aber sei klar gewesen: Das Thema müsse mit aufgenommen werden. Also stattete das Bündnis den Stand mit einem Gedenkplakat und einem Friedensaufruf aus - und führte Gespräche.

So kritisierte eine Passantin die lückenhafte europäische Sicherheitspolitik. Fehlende Registrierung und mangelhafte Kontrollen seien Schuld daran, dass Kämpfer des IS nach Deutschland kämen. Ein Bündnisvertreter gab der Frau recht: Kontrollen seien wichtig. Was aber, wenn es keine Papiere gebe? Sollten Flüchtlinge Land für Land zurückgeschickt werden?

Wolfgang Baltes aus Gerblingerode hatte noch das Wochenende vor dem Anschlag am Ort des Geschehens verbracht. Er stimmte den Bündnisvertretern zu: Flüchtlingshilfe sollte weiter denjenigen zukommen, die sie nötig hätten. Auch er sprach das Problem der Ausweisfälschungen beziehungsweise fehlender Papiere an. Andererseits glaube er, der sogenannte Islamische Staat finde Wege, seine Kämpfer einzuschleusen oder habe dies längst getan - mit den Flüchtlingen, die aus Kriegsgebieten kämen, um in Deutschland Sicherheit zu suchen, habe das nichts zu tun.

Zufällig in Duderstadt und nicht in ihrer Heimatstadt war zum Zeitpunkt des Anschlags die Berlinerin Maria Arlt. Sie lebt in der Nähe des Breitscheidplatzes und stand am Montagabend in Kontakt zu Bekannten, die sich nach ihr erkundigten. „Sie haben erzählt, der Lastwagen sei ohne Licht gefahren“, sagte sie. „Es ist furchtbar, was passiert ist. Gerade wo Berlin doch eigentlich weltoffen und gar nicht rassistisch ist.“ Dass das Bündnis auf der Marktstraße zum Dialog aufrufe, finde sie super: „Besser geht es nicht.Seehofer und die AfD haben das schlimme Ereignis ausgenutzt, dem muss man etwas entgegenstellen.“

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Von Redakteur Nadine Eckermann

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