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Nachbarschaftshilfe wird flächendeckendes Netz

Samtgemeinde Gieboldehausen Nachbarschaftshilfe wird flächendeckendes Netz

Noch in diesem Jahr will die Samtgemeinde Gieboldehausen ein flächendeckendes Netz ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe aufbauen. Nach Auskunft von Samtgemeindebürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) soll das geplante Konzept mithilfe einer Honorarkraft umgesetzt werden.

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Wohnortnahe Angebote: Hilfe beim Einkaufen ist nur ein Baustein des gemeindeübergreifenden Projektes Nachbarschaftshilfe.

Quelle: Thiele

Gieboldehausen. Die Stelle zunächst auf zwei Jahre befristete Stelle mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung von 500 Euro ist bereits ausgeschrieben.   Dornieden ist zuversichtlich, nach Ablauf der Bewerbungsfrist einen „ortskundigen, kreativen, flexiblen und motivierten Bürger aus der Samtgemeinde, egal welchen Alters, aber mit eigenem Auto, der die Leute mit ins Boot holt“, gefunden zu haben.

Chance

Die Samtgemeindebürgermeisterin sieht aber noch einen weiteren Grund, das Projekt so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen: „Der Landkreis unterstützt das Vorhaben mit einer Anschubfinanzierung über zwei Jahre. Das ist für die gesamte Samtgemeinde eine Chance, die wir unbedingt nutzen wollen.“

„Im Rahmen der demografischen Entwicklung und vor dem Hintergrund, dass die meisten der Senioren auch bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in der eigenen, vertrauten Umgebung leben möchten, ist es für uns ein vorrangiges Ziel, diese Menschen mit Blick auf eine wohnortnahe Versorgung mit Hilfsangeboten zu unterstützen“, erklärt Dornieden die Hintergründe des Projekts. Es soll flächendeckend, in allen Mitgliedsgemeinden, umgesetzt werden soll.

Keine Konkurrenz, sindern Ergänzung

Dabei solle das Angebot nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden hauptamtlichen Diensten verstanden werden. Konkret denkt Dornieden nicht nur an Hilfe beim Einkaufen, Unterstützung bei Arztbesuchen oder Familienanschluss für Ältere ohne Angehörige, sondern auch an Unterstützung für junge Familien und Alleinerziehende im oft schwierigen Alltag mit Kindern.

„Ich kenne bereits aus anderen Gemeinden ähnliche Initiativen, und auch in im Bereich Gieboldehausen haben einige Mitgliedsgemeinden bereits kleinere Angebote vor Ort erarbeitet. In anderen Dörfern dagegen ist noch gar nichts passiert. Jetzt sollen alle niedrigschwelligen Hilfen unter einem Dach gebündelt und vereinheitlicht werden, um ein Netzwerk mit Anbietern und Nachfragern zu schaffen“, so die Verwaltungschefin.

Um das Netzwerk zukünftig dauerhaft am Leben zu erhalten, sollte im zweiten Schritt jeweils eine ortsansässige Trägerschaft für das Projekt gefunden werden. „Das ist ein großes Ziel, dass wir uns gesetzt haben und in den kommenden zwei Jahren ebenfalls erreichen wollen“, setzt Dornieden auf Nachhaltigkeit.

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