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Nachwuchswerbung im Truck

Duderstadt Nachwuchswerbung im Truck

Die Metall- und Elektro-Industrie beschreitet neue Wege, um Jugendliche für diese Berufsfelder zu begeistern: In einem Infotruck vor den Berufsbildenden Schulen Duderstadt können sich Schüler aus Haupt- und Realschulen der Region über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

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Schüler sammeln Eindrücke im Infotruck.

Quelle: Hinzmann

Duderstadt. „Wir wollen die Schüler für technisch-gewerbliche Ausbildungsberufe begeistern aber auch für Lehrstudiengänge in den Mint-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, sagte Bettina Blecher, Bildungsreferentin der Stiftung Niedersachsen Metall. Um dieses Ziel zu erreichen, gebe es eine Kooperation mit den Schulen und Ausbildungsbetrieben in der Region.

Technik greif- und erlebbar

Auf zwei Etagen und 80 Quadratmetern können Schüler an typischen Arbeitsplätzen erste Eindrücke sammeln, ihr Wissen testen und Interesse für Berufe in der Metall- und Elektroindustrie entdecken. In der unteren Etage ist Technik greif- und erlebbar. Die Schüler programmieren eine CNC-Maschine und fräsen ein Werkstück in Form eines Würfels, an anderer Stelle gilt es, Schaltkreise nach einem Schaltplan zu installieren, der auf einem Tablet zu sehen ist. „Viele fangen an, ohne sich zu überlegen, wie der Kreis am Ende aussehen muss“, sagte Hainz Nicklas, 19-jähriger Auszubildender des Berufes Elektroniker für Betriebstechnik im zweiten Lehrjahr bei Ottobock. Die Fehler würden in aller Regel schnell erkannt und gelöst.

„Ich finde es gut, dass man hier alles selber probieren kann und Einblicke in Berufe erhält“, betonte der 15-jährige Fin Goldmann aus Seeburg, der die Heinz-Sielmann-Realschule in Duderstadt besucht. „Man kann hier Erfahrungen sammeln“, betonte die gleichaltrige Jaqueline Schmalen aus Langenhagen. Sie möchte einen handwerklichen Beruf ergreifen.

Informationen auf dem Monitor

Der Berufe-Scout hält auf einem riesigen Hochkant-Monitor viele Infos zu den Berufen in der Metall- und Elektro-Industrie bereit. Schüler erfahren spielerisch, welcher Beruf ihren Fähigkeiten entsprechend zu ihnen passt, welche Voraussetzungen notwendig sind, wie lange die Ausbildung dauert und welche Verdienstmöglichkeiten sich ergeben. Außerdem können die Schüler freie Praktikums- und Ausbildungsplätze in der Region herausfinden und sich über Unternehmen informieren. „Viele wollen im Beruf mit einem Computer arbeiten, wissen aber nicht, dass Computer auch in klassischen mechanischen Berufen zum Einsatz kommen“, schilderte Berater Klaus Bräu seinen Eindruck.

In der oberen Etage informieren sich Besucher über Ausbildungsberufe bei der DLR und die Regeln für eine erfolgversprechende Bewerbung. Oft kopierten Bewerber ihre Unterlagen, so dass falsche Firmennamen in den Bewerbungen auftauchen würden, benannte Uwe Schneemann, Ausbildungsleiter bei der DLR, einen häufigen Fehler. Außerdem sollten in den Zeugnissen keine unentschuldigten Fehltage stehen. Die Schüler sehen auch einen Fünfzylindersternmotor, eine Dampfmaschine, einen Sterlingmotor, CNC-Fräsarbeiten und damit Einzelanfertigungen von Auszubildenden.

Von Axel Artmann

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