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Näder hegt große Pläne für Duderstadt

Ottobock-Expansion und weitere Projekte Näder hegt große Pläne für Duderstadt

Auf eine „Reise in die Zukunft“ haben sich am Donnerstag rund 70 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur sowie weitere Gäste Hans Georg Näders begeben. Der Ottobock-Chef hatte am Tag nach der Eröffnung des Max-Näder-Hauses dorthin zur Zukunftskonferenz eingeladen.

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Entwickeln Visionen für Duderstadt: Hans Georg Näder und die Teilnehmer des Zukunftskonferenz im Max-Näder-Haus.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Der „Heimathafen Duderstadt“ bringe einige Voraussetzungen mit, die sich positiv auf die Zukunft auswirkten, sagte Näder während seiner Begrüßung. Duderstadt sei offen für Menschen aus aller Welt, bringe das positive Flair einer Disney-Land-Außenstelle mit und verschließe sich weder Innovationen noch technischem Fortschritt. In den vergangenen 30 Jahren habe die „Dreiersturmkette“, die er mit Lothar Koch und Wolfgang Nolte gebildet habe, diese Standortvorteile genutzt, um Schützenhaus, Löwenquartier, Tabalugahaus und andere Projekte zu realisieren und den Ottobock-Standort voranzubringen.

Auch zukünftig werde er sein Engagement in Duderstadt fortsetzen, versprach Näder. So seien Erweiterungen in den Unternehmensbereichen Logistik, Kunststoff und Fertigung geplant. Platz für die Realisierung biete das Gelände der ehemaligen Polte-Werke auf dem Euzenberg, für das sich Näder derzeit in Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer befinde. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Arbeiten vorgenommen werden. In einem weiteren Schritt könnten dann eine Einrichtung ähnlich dem Open Innovation Space und die Ansiedlung der Cinogy GmbH auf dem Euzenberg folgen. Weiterhin werde der Campus als Ort des Lernens und der Entwicklung weiter ausgebaut. Kritisch sieht Näder die Pläne zur vollständigen Ortsumgehung. Bei allen Vorteilen der besseren Anbindung bestehe die Gefahr, dass Duderstadt vom Sichtkontakt abgeschnitten werde.

Für die Zeit bis 2030 hege er die Vision eines Gesundheitszentrums, erklärte Näder. Die Kompetenzen des Krankenhauses St. Martini und der Eichsfeldkliniken sollten gebündelt und um eine Fachklinik für Traumatologie und Orthopädie ergänzt werden, schilderte Näder seine Idee. Die Vergrößerungen der Kunsthalle und des Tabalugahauses und die Fortsetzung des Projektes „Löwenquartier“ seien weitere Ziele, die er sich gesteckt habe.

Mit Altem aufzuräumen und Neuem Platz zu geben, diese Idee verberge sich hinter dem Stichwort „HGN Cube“, einem Veranstaltungszentrum für 4000 bis 5000 Menschen, das ebenfalls irgendwann realisierbar sein könne. Zwei Standorte habe er ins Auge gefasst, so Näder: Einen Bereich in der Nähe der Ziegelei Bernhard und die Fläche an der Talwiese. „Eichsfeldhalle und Schützenhaus müssen auf Dauer weg“, formulierte Näder stark. „Jeder Groschen, der da investiert wird, ist verschwendetes Geld.“ Eine Umsetzung einer Zukunftsidee Näders sei bereits in greifbarer Nähe, erklärte der Ottobock-Chef: Bis zum Frühjahr sei geplant, einen Biergarten an die Heimatliebe-Brauerei anzuschließen. Hierfür werde gerade ein Standort gesucht. In fernerer Zukunft könne sich Näder eine Craft-Brauerei am Euzenberg vorstellen. Das Problem liege schließlich auf der Hand: „Kaum ist das Bier gebraut, ist es auch schon getrunken.“

Ihre Visionen dessen, wie Duderstadt im Jahr 2030 aussehen könnte, formulierten bis zum Abend auch die rund 70 Teilnehmer der Workshops, nachdem sie einen Impulsvortrag von Christian Bluemelhuber, Professor für strategische Kommunikationsplanung, gehört hatten. Ausgangspunkt bildete dabei die Frage nach dem status quo, erweitert um „Was fehlt eigentlich?“. „Coolness“, „Freifunk“, „Magneten für Jugendliche“ – die Antworten fielen vielfältig aus und regten zur Diskussion an. Näder rief dabei dazu auf, groß zu denken. „Das ist nicht Utopia. Das wird alles machbar sein“, erklärte er.

► Die Plakate der " Visionen für Duderstadt2030"

 
Big Band spielt bei Konferenz

Noch zwei Stunden vor ihrem Auftritt während der Zukunftskonferenz habe die Big Band des Eichsfeld Gymnasiums Duderstadt nichts davon gewusst, die Kaffeepause im Garten des Max-Näder-Hauses musikalisch gestalten zu dürfen, berichtet Hans Georg Näder lachend.

Aber der Initiator der Zukunftskonferenz und Ottobock-Chef habe als Dank für das spontane Konzert eine Überraschung in petto: Bei Just Music in Berlin werden die Duderstädter auf seine Kosten eine CD aufnehmen können, kündigte Näder an.

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